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Irland: Sehenswürdigkeiten Belfast

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Irland Sehenswürdigkeiten Belfast TravelingWorld.de 5 5

Belfast ist nach Dublin die zweitgrößte Stadt auf der irischen Insel. Sie liegt übergreifend in den Countys Antrim und Down, direkt an der Mündung des Belfast Lough. Darüber hinaus ist sie Sitz des katholischen und anglikanischen Bischofs sowie Universitätsstadt und Seehafen. Im Zentrum der Stadt befindet sich auf dem Donegall Square die City Hall, deren Pläne bereits im Jahr 1888 vorlagen, als Belfast von Königin Victoria den Stadtstatus zuerkannt bekam. Zu dieser Zeit überholte Belfast sogar Dublin hinsichtlich der Einwohnerzahl. Mit dem Bau der City Hall wurde dann 1898 begonnen; dieser dauerte acht Jahre. Nicht uninteressant ist, dass das vier Jahre später erbaute Rathaus im südafrikanischen Durban eine nahezu detailgetreue Kopie der City Hall ist; ihr Architekt Stanley G. Hudson ließ sich von dem nordirischen Bau inspirieren. Das im viktorianischen Stil gehaltene Bauwerk mit der mintgrün beschichteten Kupferkuppel, deren Durchmesser 53 m beträgt, dominiert das Stadtbild und gilt als Wahrzeichen der Stadt. Die umliegenden Gärten und Grünflächen auf dem Donegall Square bieten Erholung und sind zu einem beliebten Treffpunkt geworden. Das 100-jährige Jubiläum der City Hall wurde am 01. August 2006 gefeiert. Dazu gab es eine Ausstellung, die ihre Geschichte erzählte und ein großes Volksfest, bei dem rund um die City Hall gepicknickt wurde. Neben der City Hall steht das Titanic Memorial. In den letzten Jahren stand es im Schatten des Belfast Wheel, eines im November 2007 erbauten Riesenrades, das im Frühjahr 2010 geschlossen und abgebaut wurde, da die Belfast Titanic Society Einwände gegen seinen Verbleib erhob, da es das Andenken der Opfer der Schiffkatastrophe schmälerte. Zu Beginn stand das Titanic Memorial vor dem Eingang der City Hall, wurde dann aber an die Nordseite versetzt. Die Marmorfigur wurde von Sir Thomas Brock entworfen und erinnert an die Opfer des Untergangs des unsinkbaren Schiffes. Die ebenfalls auf dem Donegall Square befindliche Linen Hall Library ist die älteste Bibliothek Belfasts. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts fanden sich mehrere Handwerker als Belfast Reading Society zusammen, aus deren Gemeinschaft vier Jahre später die Belfast Society for Promoting Knowledge bildete, die begann, irische Bücher zu kaufen. Anfang des 19. Jahrhunderts zog die Bibliothek in die die Räumlichkeiten der White Linen Hall, der sie ihren Namen zu verdanken hat. Der geplante Bau der City Hall bedrohte die Jahrhundertfeier der Bibliothek, die nun in ein Lagerhaus für Leinen am Donegall Square zog. Zu dieser Zeit wurde das ehemals private Unternehmen für die Gesellschaft attraktiv, so dass sich auch die Stadt um die Beschaffung weiterer Bücher zu bemühen begann. Die Bibliothek etablierte sich und war bald aus Belfast nicht mehr wegzudenken. Selbst in und nach dem 2. Weltkrieg erfreute sich die Bibliothek wachsender Beliebtheit. Erst als im Belfaster Zentrum Bombenanschläge von der IRA verübt wurden, sank die Zahl der Mitglieder. Die in dem ärmlichen Gebäude untergebrachte Bibliothek hatte nun mit finanziellen Nöten zu kämpfen, zumal auch das Bildungsministerium zugesagte Fördergelder zu streichen drohte. 1980 drohte die Schließung, der ein ebenso hartnäckiger Kampf folgte, wie er in den 1970er Jahren in Belfasts Straßen ausgetragen worden war. Ein neues Konzept sah vor, dass die Bibliothek der gesamten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen und jedem Bürger kostenlose Studien ermöglichen sollte. Der Zulauf war immens, und die staatlichen Fördergelder, die die Bibliothek bekam, ermöglichten einen weiteren Umzug auf ein Nachbargrundstück. Der Bau des neuen Bibliothekgebäudes wurde zum Großteil aus Spendengeldern finanziert und begann 1999 und wurde am 16. September 2000 fertiggestellt. Der Grundstein für die St. Anne’s Cathedral wurde hingegen bereits im Jahre 1899 gelegt. Der Bau wurde stückweise errichtet, so dass knapp fünf Jahre später lediglich das Kirchenschiff eingeweiht wurde. Der Teil der Kathedrale, in dem sich der Chor befindet, wurde zwischen 1922 und 1924 gebaut. Im Anschluss folgte die Errichtung eines Mahnmals an der Westseite der Kathedrale, zu Ehren der Frauen von Ulster, die ihr Leben im 1. Weltkrieg verloren hatten. Im 2. Weltkrieg erlitt die St. Anne’s Cathedral schwere Beschädigungen durch Bombenangriffe, die auch den umliegenden Vierteln sehr zusetzten. Mit der Restaurierung der Kathedrale wurde erst 1955 begonnen, die jedoch wegen der Inflation und Finanzierungsschwierigkeiten insgesamt weit aus länger dauerte als eigentlich nötig. Seit April 2007 erfreut sich das Gotteshaus einer Neuerung, die Teil des umfassenden Sanierungsprojekts des gesamten Viertels war: eine 40 m lange Spitze aus Edelstahl, die „Spire of Hope“ wurde installiert. Ihr unterer Teil beginnt im Inneren der Kathedrale und führt durch eine Glasplattform, so dass sie auch innerhalb des Gebäudes zu sehen ist. Der Teil, der hoch über der Kathedrale aufragt, wird nachts angestrahlt. In der Woche vor Weihnachten werden vor der Kathedrale Spenden gesammelt. Diese Tradition führte der damalige Dekan Samuel B Crooks im Jahre 1976 ein. Sein schwarzer Talar, den er wegen der winterlichen Temperaturen anbehielt, brachte ihm schnell den Namen „Black Santa“ ein. Die Spendengelder werden alljährlich an wohltätige Organisationen verteilt. Seit 1976 wurden so weit über zwei Millionen britische Pfund gesammelt. Auch dem Belfast Botanical Gardens sollte man einen Besuch abstatten. Der öffentliche Park mit einer Gesamtfläche von 110.000 qm ist bei Menschen aller Alterklassen gleichermaßen beliebt. Im Jahre 1828 öffnete der Botanische Garten, der damals noch Royal Botanical Gardens Belfast hieß, nur sonntags seine Pforten für die Öffentlichkeit. Seit 1895 ist er der Bevölkerung rund um die Uhr zugänglich. Besonders sehenswert ist das große, aus zwei Flügeln bestehende Palmenhaus, das zu den ältesten, aus gekrümmten Gusseisen gefertigten Gewächshäusern der Welt zählt. Seine Kuppel wurde höher gebaut, als die Baupläne es vorsahen, damit die Pflanzen höher wachsen konnten. Es gibt noch ein weiteres Gewächshaus, das Tropical Ravine House, sowie einen wunderschönen Rosengarten und einen Baumgarten. Auf dem Gelände befindet sich außerdem das Ulster Museum. Hier ist auf rund 8000 qm ein buntes Potpouri aus bildender Kunst, Sammlungen der Archäologie und Ethnographie, Darstellungen der lokalen Geschichte sowie der Botanik, Zoologie und Geologie zu sehen. Es ist das größte Museum Nordirlands und wurde nach aufwändigen Renovierungsarbeiten im Oktober 2009 wieder geöffnet, pünktlich zu seinem 80. Geburtstag.


Auch der Westen Belfasts ist im Laufe der letzten Jahre verstärkt von Touristen besucht worden. Anziehungspunkt ist die von Protestanten bewohnte Shankill Road, die durch eine sogenannte Friedenslinie von der katholisch dominierten Falls Road getrennt ist. In der Vergangenheit lieferten sich hier die Anhänger beider Glaubensrichtungen immer wieder blutige Auseinandersetzungen und Straßenschlachten. Beide Straßen standen damit im Zentrum des Nordirlandkonflikts und erlangten so traurige Berühmtheit. Großflächige, bunte Malereien an vielen Häuserwänden erinnern an diese Zeit und ziehen stetig Touristen und Schaulustige an. Die Friedenslinie, die mittlerweile beide Straßen in Form von etwa 10 m hohen Mauern, Wänden, Zäunen und Gittern oder einfach durch eine weiße Linie auf dem Boden trennt, war zu Beginn im Jahre 1969 nur etwas Stacheldraht, der Protestanten und Katholiken voneinander fernhalten sollte. Eine Friedenslinie in vergleichbarer Form auch in Derry und anderen Orten Nordirlands zu finden. Vor ein paar Jahren wurde in einer öffentlichen Diskussion darüber nachgedacht, ob und wann man die Friedenslinie beseitigen könne; schließlich verkündete Generalleutnant Ian Freeland 1969 noch ganz freimütig, dass man in Belfast keine zweite Berliner Mauer haben wolle. Diese Überlegungen trafen bei beiden, von der Friedenslinie betroffenen Vierteln auf Ablehnung, da die Linie schließlich ihren Zweck erfülle: sie sichere den Frieden – für beide Seiten.

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  Kontinent: Europa  
Hauptstadt: Dublin
Einwohner: 4.234.924
Fläche: 70.280 km²

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