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Deutschland: Sehenswürdigkeiten Rügen - Kultur, Natur

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Deutschland Sehenswürdigkeiten Rügen - Kultur, Natur TravelingWorld.de 5 5

Rügen ist nicht nur aufgrund der landschaftlichen Reize eine Reise wert. Beliebt ist die größte Insel Deutschlands auch wegen der kulturellen Vielfalt, die ihren Ausdruck zum Beispiel in den Störtebeker-Festsspielen findet. Das Spektakel rund um Klaus Störtebeker, der im 14. Jahrhundert als der wohl berüchtigste Seeräuber im Ostseeraum galt, ist auf der Naturbühne in Ralswiek zu erleben. Jedes Jahr aufs Neue wird die Legende Störtebekers hier eindrucksvoll nachgezeichnet und in Szene gesetzt. Vor mittelalterlicher Kulisse werden Seeschlachten mit lauten Kanonenschüssen und ritterliche Kämpfe ausgetragen. Noch bis weit über Ralswiek hinaus sorgen die verschiedenen Showelemente für eine beeindruckende Geräuschkulisse. In südlicher Richtung, nur wenige Kilometer von Bergen entfernt, befindet sich mit Putbus eine der interessantesten Städte auf der gesamten Insel. Einst ältester Badeort Rügens, liegt hier, eingebettet von Alleen und weitläufigen Grünanlagen, ein klassizistisches Meisterwerk: Wilhelm Malte I., Fürst von Putbus und offensichtlich ein begeisterter Kunst- und Architekturliebhaber, ließ hier im 19. Jahrhundert die sogenannte „Weiße Stadt“ entstehen. Das Ensemble aus Theater, Marstall, Orangerie und vielen weiteren Gebäuden (früher auch das in den 1960er Jahren abgerissene Schloss Putbus) hinterlassen mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck. Insbesondere ist dies beim Circus der Fall – ein Rondellplatz mit einem Obelisken in der Mitte. Nicht umsonst zählt Putbus mit diesen Sehenswürdigkeiten, abgerundet durch eine Vielzahl musealer Einrichtungen, zur heimlichen „Kulturhauptstadt“ der Insel. Und zudem kann man von hier aus weitere Sehenswürdigkeiten schnell erreichen: Die Ostseebäder Binz und Prora, den Nationalpark rund um die Kreidefelsen – oder auch das Jagdschloss Granitz, das zugleich ein weiteres kulturelles Highlight Rügens darstellt.
Wer die B 196 gen Osten nutzt, kann das Jagdschloss zwischen Binz und Sellin nicht verfehlen. Es ist zwar nicht möglich, direkt mit dem Auto „bis vor die Haustür“ zu fahren, dafür gibt es aber zahlreiche Wander- und Radwege. Ohnehin bietet sich das ausgedehnte Naturschutzgebiet der Granitz zum Spazieren an – natürlich gibt es auch den Jagdschloss-Express, der weniger Laufffreudige ebenfalls an ihr Ziel bringt. Hier auf dem Tempelberg befindet sich der Bau, den Wilhelm Malte I. in den 1930er Jahren in Auftrag gab: Ein markantes Schloss im Renaissance-Stil mit vier Ecktürmen, nachträglich vervollständigt durch einen weiteren Turm, der heute als Aussichtsplattform Verwendung findet. Das vor einigen Jahren sanierte Gebäude beherbergt in seinem Inneren eine Wendeltreppe, über die die Besucher nach oben gelangen. Allerdings ist der Aufstieg zur Aussichtsplattform nicht unbedingt etwas für Schwindelkandidaten – die Wendeltreppe entlang des Mauerwerks ist in jedem Fall eine Herausforderung! Steht man oben auf der Plattform, liegt einem die gesamte Insel Rügen für einen Moment zu Füßen. Bei guten Sichtverhältnisse sind weite Teile des Eilandes bis hin zu Usedom zu überblicken. Granitz hat sich in den letzten Jahren zu DEM Besuchermagnet der Insel gemausert – kein anderes Schloss auf Rügen kann auf eine derart große Touristenzahl verweisen.
Weniger bekannt, dafür ebenfalls erwähnenswert ist das Schloss Spyker, ältestes Gebäude dieser Art auf der Insel Rügen. Der Renaissancebau im markanten Rot ist im Norden gelegen, eingebettet in eine malerische Landschaft aus Wäldern und Seen. Wenn im Sommer die umliegenden Rapsfelder gelb blühen, entfaltet Spyker einen unvergesslichen Eindruck. Der Schlossbau, der im 14. Jahrhundert seine erstmalige Erwähnung fand, wurde im Zuge der schwedischen Herrschaft über Rügen im 17. Jahrhundert umgestaltet. Nach mehrfachen Machtwechseln gehörte das Renaissance-Schloss schließlich Wilhelm Malte I. von Putbus. Zu den DDR-Zeiten dem Verfall preisgegeben, wurden die Räumlichkeiten vor wenigen Jahren restauriert. Hier können Touristen heute in wunderschönem Ambiente nächtigen, aber auch viele kulturelle Veranstaltungen erleben. Spyker ist vor allem ein Erlebnis für Naturfreunde, denn die umliegende Landschaft mit dem gleichnamigen See, der gen Süden in den Großen Jasmunder Bodden übergeht, gehört zu den schönsten auf der gesamten Insel.
Rügens Berühmtheit leitet sich natürlich in erster Linie über den landschaftlichen Reiz des Eilandes her. Selbigen kann man an ganz unterschiedlichen Orten bestaunen, wohl am besten aber im Nationalpark Jasmund, der seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe zählt. Hier befinden sich die weltbekannten Kreidefelsen, die schon Caspar David Friedrich inspirierten. Was der Künstler einst malte, unterliegt indes einer ständigen Veränderung: Die Natur formt die Felsvorsprünge des Königsstuhls oder der Wissower Klinken immer wieder neu. Zahlreiche Abbruchstellen in der Kreide zeugen von der aktiven und stetigen Wandelbarkeit der Stubbenkammer – so die Bezeichnung dieses Besuchermagneten. Im Nationalpark Jasmund finden Touristen ein nahezu perfektes Netz aus Wanderwegen vor. Für etliche Stunden kann man hier in der landschaftlich reizvollen Umgebung versinken, an zahlreichen Aussichtspunkten seinen Blick über die Ostsee streifen lassen, oder auch entlang der Küstenlinie auf steinigem Terrain wandeln. Direkt am Königsstuhl, der übrigens von der Victoria-Sicht aus hervorragend zu bestaunen ist, befindet sich heute ein Nationalpark-Zentrum. Besucher können sich hier über die Natur, Jasmund und wichtige Freizeitmöglichkeiten informieren. Alles, was das Touristenherz begehrt – im Nationalpark-Zentrum ist es garantiert zu finden. Wer den etwas längeren Weg vom Parkplatz in Hagen oder vergleichbar weit entfernten Orten hierher nicht wagen möchte, für den stehen Bus-Shuttles zur Verfügung.


Ein besonderes Erlebnis stellt mit Sicherheit auch der Besuch der Feuersteinfelder dar, gelegen an der Schmalen Heide in der Nähe von Neu-Mukran. Nur in wenigen Orten in Deutschland sind Vorkommen solcher Massen an Feuersteinen zu verzeichnen. Auf Rügen gibt es dieses Phänomen auf 40 ha zu betrachten – und zu erlaufen. Über Wanderwege sind die Felder recht gut zu erreichen. Allerdings sollte man festes Schuhwerk tragen, sonst gestaltet sich das Laufen auf dem Steinmeer etwas unangenehm. Folgt man dem Straßenverlauf von den Feuersteinfeldern in Richtung Süden, schließt sich zunächst das Ostseebad Binz an, eines der beliebtesten Urlaubsorte der Insel. Architekturbegeisterte erreichen von hier aus das Jagdschloss Granitz mit seinem atemberaubenden Blick über ganz Rügen. Weiter im Südosten liegt allerdings eine Halbinsel, die aufgrund ihrer landschaftlichen Reize unter den Naturschönheiten nicht fehlen darf: Mönchgut. Zwischen Ostsee und Greifswalder Bodden gelegen. Hier endet die Schmalspurbahn des Rasenden Roland, mit dem Touristen die Insel erkunden können. Außerdem gibt es in Mönchgut viele Museen zu besuchen, die z.B. die berühmte Mönchguter Tracht thematisieren. Hünengräber und die charakteristische Landschaft aus Landzungen, Wäldern und steinigen Küstenabschnitten formen das typische Bild der Halbinsel.
Ganz im Westen der Insel Rügen liegt die vorgelagerte schmale Insel Hiddensee. Zu erreichen ist das Eiland mit seinen rund 1000 Einwohnern ganzjährig über die Fährverbindung mit Schaprode, in einigen Monaten zum Beispiel auch über Ralswiek oder Breege. Reisen allerdings muss man ohne das geliebte Gefährt: Auf der gesamten Insel besteht autofreie Zone. Schon die Anfahrt gestaltet sich abenteuerlich: Wer etwa die Fähre ab Breege nimmt, kommt an der Halbinsel Bug vorbei, südlich der Stadt Dranske. Das ehemals militärisch genutzte Gebiet gehört heute zu einem Nationalpark und ist Heimat einer vielfältigen Flora und Fauna. Auf Hiddensee angekommen, gilt es, dem Schwarm der angereisten Touristen an die schönsten Orte der Insel zu folgen. Bei einer Fläche von knapp 20 qkm und einer Breite von stellenweise nur 300 m ist es zwar schwierig, ungestört die Natur und deren Sehenswürdigkeiten zu genießen. Dennoch: Hiddensee ist in jedem Fall eine Reise wert! Im Norden der Insel befindet sich mit dem Bakenberg die höchste Erhebung, immerhin knapp über 70 m. Zwischen Ostsee und Vitter Bodden erstreckt sich die Landschaft Dornbusch, die weiter südlich in flaches Heideland und schließlich in die Halbinsel Gellen übergeht. Auf Hiddensee gibt es einige interessante Ortschaften, in denen alle touristisch relevanten Souvenirartikel und Rügen-typische Produkte erstanden werden können. Alsda wäre im Norden die Ortschaften Grieben, Kloster und Vitte – dies ist zugleich der Hauptort – im Süden dann Neuendorf. Ein Tipp für die Reise: Auch die Wintermonate auf Hiddensee sind äußerst reizvoll. Zwar sind Badeausflüge entlang der Strandabschnitte eher weniger möglich, dafür genießt man aber abseits der Hauptsaison eine Menge Ruhe. So entfalten etwa der Leuchtturm auf dem Dornbusch, das berühmte Gerhard-Hauptmann-Haus oder die malerische Inselkirche ihren Charme auch bei Schneefall und Minustemperaturen!
Eine Auswahl der Naturschönheiten muss natürlich auch die schönsten Strände der Insel in den Blick nehmen. Ohne Zweifel findet man sie auf Rügen fast überall – aber unbestritten zählt die Schaabe zwischen den Halbinseln Wittow und Jasmund zu den Favoriten. Der kilometerlange Sandstrand beginnt im Erholungsort Glowe (der u.a. auch das Schloss Spyker umfasst). Entlang der von Sanddünen gesäumten Bucht gibt es hervorragende Bedingungen für Wassersportler aller Art. Segler, Schwimmer und natürlich Sonnenhungrige kommen hier voll auf ihre Kosten. Hinter dem Küstenabschnitt, von einem Waldstück getrennt, verläuft die Straßenverbindung. Radfahrer können alle Strandabschnitte der Schaabe bequem erreichen, da die gesamte Strecke gut ausgebaut ist. Auf der von der Ostsee abgewandten Seite beginnt der Große Jasmunder Bodden – ein reizvolles Terrain für Naturliebhaber und Spaziergänger. Zurück aber zum traumhaften Sandstrand der Schaabe: Wer entlang der Küstenlinie gen Nordosten blickt, wird eines Panoramas gewahr, dessen sich die Ostseeinsel nicht umsonst rühmt: Es sind die Umrisse des Kap Arkona, ein Steilküstenabschnitt mit besonders markantem Charakter.
Bei Touristen aus aller Welt ist die Nordspitze der Insel Rügen ein beliebtes Ausflugsziel. Insbesondere in den Sommermonaten kann man entlang der Straße zum Kap Schlangen von Reisebussen beobachten. Zu besichtigen gibt es nicht nur das malerische Fischerdorf Vitt und die Gemeinde Putgarten, sondern auch einen Peilturm, Reste der slawischen Jaromarsburg sowie zwei Leuchttürmen, einer davon nach Plänen Karl Friedrich Schinkels erbaut. Außerdem sind hier noch einige Bunkeranlagen aus DDR-Zeiten zu finden – heute vervollständen sie die museale Landschaft Rügens. Für Urlauber hat man am Kap Arkona viele Möglichkeiten geschaffen, um die Sehenswürdigkeiten inmitten der reizvollen Natur umfassend zu erkunden. Shoppingbegeisterte dürften in kleinen Geschäften in jedem Fall das ein oder andere Souvenir erstehen können.

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