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Deutschland: Sehenswürdigkeiten Rügen - Daten

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Deutschland Sehenswürdigkeiten Rügen - Daten TravelingWorld.de 5 5

Alljährlich kann sich Deutschlands größte Insel kaum vor Besuchern retten: Insbesondere in den Sommermonaten platzt Rügen aus allen Nähten! Da gibt es Dörfer, in denen der tägliche Autostrom zum nächsten Strand kaum abzureißen scheint. Und Dörfer, in denen wirklich jede Unterkunft restlos belegt ist. Doch woher nimmt die beliebte Insel diese Anziehungskraft? Sind es allein die schönen Ostseestrände entlang der Tromper oder Prorer Wiek? Keinesfalls! Einen Rügenurlaub allein auf das maritime Vergnügen zu beschränken, hieße gleichzeitig, die kulturelle Vielfalt und Fülle an Sehenswürdigkeiten zu ignorieren, die die Insel in ihrem Inneren beherbergt. Schon zu Zeiten, als Caspar David Friedrich sein berühmtes Gemälde der Kreidefelsen malte, da gehörte Rügen schon zu einem beliebten Ausflugsziel. Und wer die interessante Geschichte des Eilandes noch weiter zurückverfolgt, wird sich der vielen kulturellen Einflüsse gewahr, die das Land einst gestaltet und geprägte haben.
Kaum eine Insel kann im Norden Deutschlands kann wohl mit einer derart interessanten Geschichte wie Rügen aufwarten. Die Besiedlung des von Boddenlandschaften, flachen Hügeln und ausgedehnten Waldflächen geprägten Landes erfolgte bereits in der Steinzeit. Vor der Völkerwanderung wurde Rügen von den namensgebenden Rugiern bewohnt, ein ostgermanisches Volk aus dem heutigen Nordosteuropa. Nach dem Ende der europäischen Wanderungsbewegungen unterlag die Region dem stetigen Einfluss der Ranen. Das westslawische Volk, das überwiegend von Ackerbau und Viehzucht lebte, errichtete in den folgenden Jahrhunderten auf Rügen und dem umliegenden Festland mehrere Wallburgen. Noch heute können insbesondere im Norden der Insel Überreste der ranischen Fürstenherrschaft gefunden werden, etwa die Herthaburg nahe Stubbenkammer oder die Jaromarsburg am Kap Arkona. Bis ins 12. Jahrhundert hinein galten die Ranen, die außerdem über ein weitverzweigte Wirtschaftsnetz verfügten, als unumstrittene Herrscher der Insel. Teilweise gelang es sogar, Eroberungen auf dänischem Terrain erfolgreich abzuschließen. Erst dem dänischen König Waldemar I. gelang es im zweiten Drittel des 12. Jahrhunderts, die Vormachtstellung der Ranen zu brechen und die Herrschaft über die Insel zu erlangen. Für die bis dato heidnischen Bewohner Rügens bedeutete diese geschichtliche Wende zugleich die allmähliche Christianisierung. Entgegen slawischen Bemühungen, das verlorene Territorium von Süden aus wiederzuerobern, zeigten keinen Erfolg. Stattdessen festigten die Dänen mit der Begründung von Klosteranlagen und Ansiedlung einer nichtheidnischen Bevölkerung ihre Machtstellung, sodass nach und nach die ranischen Elemente von der Insel verschwanden. Unter dänischem Lehnsverhältnis trieb Witzlaw I. im 13. Jahrhundert die Städteentwicklung, namentlich Stralsund und Greifswald, voran. Rund 100 Jahre später wurde Rügen dem Herzogtum Pommern-Wolgast zugeschlagen, bis die Reformation und der Dreißigjährige Krieg das gesamte Land erschütterten. Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 fiel das Territorium Pommern gemeinsam mit dem vorgelagerten Eiland an das benachbarte Schweden. Im Verlaufe des 17. Jahrhunderts fanden noch etliche Machtwechsel auf der Insel statt: So folgten den Schweden zunächst die Preußen und Dänen (1678), später – nach einer erneuten schwedischen Herrschaftsepoche – sogar die Franzosen unter Napoleon. Nach dem Wiener Kongress von 1814/ 15 ging es schließlich als Teil der Provinz Pommern endgültig in preußischen Besitz über. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehört die Insel Rügen zunächst zur sowjetischen Besatzungszone, ab 1949 zur neugegründeten DDR. Seit Beginn der 1950er Jahre wurde das Eiland dem Bezirk Rostock unterstellt. Durch die deutsch-deutschen Wiedervereinigung und die Neugründung des Bundesland Mecklenburg-Vorpommern wurde Rügen im Jahre 1990 integraler Bestandteil der heutigen Bundesrepublik.


Mit einer Fläche von rund 974 qkm ist Rügen (Landkreis) unangefochten die größte Insel Deutschlands. Über den Rügendamm, seit 2007 um eine weitere Brücke ergänzt wurde, ist das Eiland mit dem Festland verbunden. Zudem bestehen über den Ort Altefähr regelmäßige Fährverbindungen in Richtung Stralsund. Im Übrigen wird die Insel vom Festland durch den Strelasund getrennt – ein Meeresarm, der sich mit seinen knapp über zwei Kilometer Länge zumindest für trainierte Sportler hervorragend zum Schwimmen eignet. So stellt das jährliche Sundschwimmen im Sommer eine absolute Attraktion für die Wettkämpfer und Zuschauer dar. Die Besten erreichen die Hansestadt Stralsund – von Altefähr aus – nach etwas über 23 Minuten Schwimmzeit. Rügen umfasst in der Ausdehnung von Nord nach Süd bzw. West nach Ost maximal 50 km. Doch sollte man die tatsächlichen Fahrtzeiten mit dem Auto nicht unterschätzen! In den Sommermonaten kann es schon mal vorkommen, das die Fahrt zur oder von der Insel einige Stunden Verweildauer im Stau bedeutet. Außerhalb der Saison leben auf der Insel „nur“ rund 70.000 Einwohner, verteilt über 42 Gemeinden. Die Kreisstadt ist Bergen auf Rügen, relativ zentral im Landkreis gelegen.
Die landschaftliche Gliederung Rügens wird maßgeblich von einer zergliederten Küste geprägt, die von zahlreichen Buchten, Landzungen, vorgelagerten Inseln sowie Halbinseln durchzogen wird. Hinter den Küstenabschnitten liegen, z.B. mit dem Kubitzer Bodden, dem Großen Jasmunder Bodden und dem Kleinen Jasmunder Bodden, abgetrennte Gewässer, die den landschaftlichen Reiz der Insel entscheidend ausmachen. Von den vorgelagerten Insel zählen sicherlich Hiddensee und Ummanz im Westen, sowie auch die Insel Vilm im Rügischen Bodden zu den bekanntesten. Im Norden sind es die beiden Halbinsel Wittow und Jasmund, die auch mit Abstand die meisten Besucher anziehen. Hier gibt es nämlich neben zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten die berühmten Kreidefelsen zu bestaunen, die der Insel ihren einzigartigen Charakter verleihen.
Mit seinen vielfältigen kulturellen und landschaftlichen Attraktionen zieht Rügen Jahr für Jahr Touristen aus aller Welt an. Dieser Trend ist nicht nur eine Erscheinung der Gegenwart, sondern seit Jahrzehnten (vor allem seit dem Mauerfall) bekannt. Entsprechend bemüht zeigte sich die Landesregierung inbesondere in den letzten Jahren, die infrastrukturellen Gegebenheiten der Insel stetig auszubauen und zu verbessern. Das ist leider noch nicht überall gelungen, aber dennoch kann Rügen auf eine gute Bahn-, Schiff-, und Verkehrsanbindung verweisen. Auch die Zeiten, in denen man auf dem Fahrrad Kilometer an der Landstraße entlangfahren musste, sind weitestgehend vorbei. Zwar gibt es noch immer unausgebaute oder mangelhafte Fahrradstrecken, aber vor allem in den touristischen Zentren der Insel sind dem Spaß auf zwei Rädern kaum Grenzen gesetzt.
Zu den bedeutensten Wirtschaftszweigen der Insel zählt zum einen die Fischerei. Etliche Fischerdörfer und ausgebaute Seehäfen wie Mukran oder Sassnitz zeugen davon, welche bedeutende Stellung Rügen dahingehend seit Jahrzehnten einnimmt. Darüber hinaus bilden die genannten Häfen ein wichtiges Handels- und Umschlagszentrum im Ostseeraum, insbesondere im Hinblick auf den Fährverkehr gen Skandinavien. Eine wichtige Wirtschaftsgrundlage bildet zum anderen die Landwirtschaft. Rügen verfügt mit fruchtbarem Boden und guten klimatischen Voraussetzungen über hervorragende Bedingungen für Viehzucht und Ackerbau. Traditionell wird auf der Insel ferner Kreideabbau betrieben. Haupterwerbszweig der Insel ist aber unbestritten der Tourismus: Nicht nur in den bekannten Ostseebädern wie Binz, Sellin oder Göhren sind in den letzten Jahren wahre Touristenhochburgen entstanden. Auch in den weniger bekannten Regionen wurde die Infrastruktur stetig ausgebaut, sodass Urlauber heute über vielfältige Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung verfügen. In der Hauptsaison sind Ferienorte wie Juliusruh oder Glowe, Prora oder die gesamte Stubnitz bei Touristen aus aller Welt beliebt, zumal Rügen etwa mit den Störtebeker-Festspielen oder dem Königsstuhl über Attraktionen von internationaler Berühmtheit verfügt. Viele Urlauber nutzten auch einen Besuch der Hansestadt Stralsund mit ihrer mittelalterlichen Bausubstanz und den imposanten Kirchen für einen kleinen Abstecher auf die nahe gelegene Insel.

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