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Lettland: Geschichte

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Lettland Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Ebenso wie das benachbarte Estland wurde das in Nordosteuropa gelegene Staatsgebiet des heutigen Lettland erstmals von finno-ugrischen Stämmen besiedelt. Um 2000 v.Chr wanderten zusätzlich Indoeuropäer, darunter Letten, Litauer und Pruzzen, in das gesamte Baltikum ein, wobei sich neben der landwirtschaftlichen Nutzung des Landes auch der Handel mit Bernsteinen als wirtschaftlich bedeutend etablierte. Mit dem Ende des 12. Jahrhunderts geriet Lettland in den Fokus deutscher Kaufleute, die im Zuge ihrer Aktivitäten in der Düna-Mündung siedelten bzw. der Gegend ihren Namen „Livland“ gaben. 1201 konnte der aus Bremen stammende Bischof Albert I. von Buxhoeveden die Gründung der Stadt Riga erreichen. Zudem unterlag das Land einer regen Missionstätigkeit, die im 13. Jahrhundert in der vollständigen Christianisierung durch den Deutschen Orden, ab 1237 hervorgegangen aus dem Schwertbrüderorden, ihren Ausdruck fand. Ferner übernahm der Ritterorden auch die Kontrolle über die als „Marienland Livland“ entstandenen Kleinstaaten, was unter anderem auch zum Zuzug deutscher Einwanderer führte. Die Blütezeit der Hanse hatte auch für lettische Städte eine große Bedeutung: So bildeten sich im 14. Jahrhundert besonders in Riga zahlreiche Kaufmanns- und Handwerksgilden, was letztlich zu großem Wohlstand und überaus vielfältigen Handelsbeziehungen im gesamten Ostseeraum führte. Nach Aufnahme des reformatorischen Gedankenguts galt das Lettland des 16. Jahrhunderts als überwiegend evangelisch geprägt. Zwar konnte in der Folgezeit eine Einflussnahme Russlands, insbesondere durch den Angriff des Zaren Ivan IV. im sogenannten „Livländischen Krieg“, durch Anlehnung an ausländische Mächte verhindert werden, doch war dies mit einer territorialen Aufteilung Lettlands verbunden: So fielen nach dem Vertrag von Wilna 1561 die nördlichen Landesteile weitestgehend an Schweden, der Süden und Riga hingegen an Polen. Die innenpolitische Herrschaft des Deutschen Ordens blieb allerdings bestehen, nebst umfangreicher Privilegien der deutschen Bevölkerung im Lande. Der Eroberung durch Schweden während des 17. Jahrhundert folge alsbald ein neuerlicher Herrschaftswechsel, da die Russen unter Zar Peter I. nach kriegerischen Auseinandersetzungen und dem Frieden von Nystad im Jahre 1721 zunächst Livland und Estland, später auch das bisher polnische Kurland als Staatsgebiet erhielten. Aus der lettischen Nationalbewegung heraus, die sich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelt hatte, entsprangen bald bedeutende Unabhängigkeitsbestrebungen, die allerdings durch eine strenge Russifizierungspolitik des Zarenreiches erfolgreich unterdrückt werden konnten. Während des 1. Weltkrieges durch deutsche Verbände besetzt, erfolgte 1918 zunächst die Ausrufung einer Republik Lettland durch eine von den Deutschen anerkannte Nationalregierung, sowie im gleichen Jahr die Proklamierung eines sowjetgestützten Staates durch Emigranten. Mithilfe ausländischer Unterstützung konnte sich schließlich die Nationalregierung mit der vollständigen Kontrollübernahme Lettlands durchsetzen, was die Sowjetunion mit dem Abkommen von Riga im Jahre 1920 auch anerkannte. Eine vor allem in wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht folgende Blütezeit Lettlands brachte in den Jahren bis zum 2. Weltkrieg insbesondere verfassungsrechtliche Grundlagen hervor, war allerdings auch geprägt durch Enteignungen und Abwanderungswellen der deutschen Bevölkerung. Durch den Nichtangriffspakt dem russischen Einfluss überlassen, waren die Kriegsjahre neben der Eingliederung in die Sowjetunion durch massive Umsiedlungen und Verschleppungen der verbliebenen deutschen und lettischen Bevölkerung gekennzeichnet. Zwischen 1941 und 1944 durch die Wehrmacht besetzt, trafen insbesondere die jüdischen Einwohner Lettlands zahlreiche Deportationswellen. Und auch nach der Rückeroberung durch die sowjetischen Truppen kam es zu jahrelangen Partisanenkämpfen, Vertreibungen und Abwanderungen der lettischen Bevölkerung. Erst in den 1980er Jahren setzten deutliche Unabhängigkeitsbestrebungen gegen die russische Herrschaft ein: So konnte die gebildete Volksfront 1990 innerhalb der sogenannten „Singenden Revolution“ der Staaten des Baltikums schließlich die Souveränität des Landes ausrufen, eine Entwicklung, die die Sowjetunion bereits ein Jahr später anerkennen musste (nachdem sich mehr als 74 % der Bevölkerung für eine Unabhängigkeit ausgesprochen hatten). Nach Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland konnte in den folgenden Jahren unter anderem der Anschluss an die Vereinten Nationen, den Europarat, sowie an die NATO und die EU im Jahre 2004 erreicht werden.

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