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Finnland: Sehenswürdigkeiten von Helsinki

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Finnland Sehenswürdigkeiten von Helsinki TravelingWorld.de 5 5

Helsinki, die Hauptstadt Finnlands, liegt in der Landschaft Uusimaa. Im 12. Jahrhundert gehörte Finnland zu Schweden, dort waren mittelalterliche Dörfer angesiedelt, die bis ins 15. Jahrhundert von Schweden bevölkert wurden. Die Stadt Helsingfors, der schwedische Name Helsinkis, wurde Mitte des 16. Jahrhunderts auf Bestreben des schwedischen Königs Gustav I. Wasa gegründet, um mit der estischen Hansestadt Reval (heute: Tallinn) konkurrieren zu können.

Ursprünglich lag Helsinki an der Flussmündung des Vantaanjoki, dieses Gebiet heißt heute noch Vanhakaupunki (=Altstadt), obwohl dort von der eigentlichen Stadt nichts mehr erhalten ist. Die Einwohner der Städte Porvoo, Ekenäs, Rauma und Ilvila wurden umgesiedelt und unfreiwillige Bewohner der neu gegründeten Stadt. Im Livländischen Krieg wurde Reval von den Schweden eingenommen, was die Stellung Helsinkis herabsetzte, da die Lage Revals um einiges attraktiver war als die ihrer Konkurrentin: Die flache, klippenreiche Bucht war ungeeignet zum Anlegen großer Boote und Schiffe, sodass die Stadt näher ans Meer gelegt wurde, bis sie 1640 an ihre heutige Lage auf die Halbinsel Vironniemi zog, wo sich heute der Stadteil Kruununhaka befindet. Die alte Stadt an der Flussmündung wurde komplett aufgegeben. Auf die Gründung des russischen Sankt Petersburgs folgte der große nordische Krieg zwischen Schweden und Russland und traf Helsinki schwer. 1710 brach die Pest aus, die die Einwohnerzahl erheblich reduzierte, und drei Jahre später wurde ein Großteil der Stadt beim Rückzug der eigenen Armee niedergebrannt. Acht Jahre lang war Helsinki von Russland besetzt, ebenso von 1741 bis 1743. Da besiegt, trat Schweden die Festung Hamina an Russland ab, errichtete aber fünf Jahre später die Seefestung Sveaborg auf den Inseln vor Helsinki. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Helsinki während des Russisch-Schwedischen-Krieges durch Brände nahezu gänzlich zerstört, und geschlagen musste Schweden ganz Finnland den Russen überlassen. Die schwedischen Einflüsse dauern jedoch bis heute: Finnland ist zweisprachig, die Amtssprachen sind finnisch und schwedisch, weshalb auch Straßenschilder den Namenszug in beiden Sprachen zeigen und die Ansagen in der U-Bahn ebenfalls zweisprachig sind. Zu Beginn des neuen Großfürstentums Finnlands war Turku dessen Hauptstadt, obwohl es für das Empfinden Zar Alexanders I. zu weit entfernt von Sankt Petersburg lag. Helsinki jedoch war zerstört und zählte nur noch rund 4000 Einwohner. So wurde der Berliner Architekt Carl Ludwig Engel vom Zaren beauftragt, Helsinki – ganz nach dem Vorbild Sankt Petersburgs - zu einer vorzeigbaren Hauptstadt werden zu lassen. So entstand das klassizistische Zentrum rund um den Senatsplatz, weswegen Helsinki bis heute als Hochburg des Klassizismus gilt. Der Dom, das alte Senatsgebäude und das Hauptgebäude der Universität reihen sich in den Baustil ein. Von den ursprünglichen kleinen, einstöckigen Holzhäusern sind nur noch vereinzelte in den Seitenstraßen zu finden. Seit 1819 ist Helsinki Sitz des finnischen Senats und hat Turku als Konkurrentin um den Hauptstadttitel zurückgelassen. Aufgrund des Stadtbrandes in Turku im Jahre 1827 wurde auch die dortige Universität ein Jahr später nach Helsinki verlegt, es folgte der Bau von Eisenbahnverbindungen nach Sankt Petersburg und zu vielen finnischen Städten. Anfang des 20. Jahrhunderts zählte Helsinki über 100.000 Einwohner, was zum Bau von zahlreichen neuen Wohnhäusern im Jugendstil beitrug. Am 06.12.1917 erlangte Finnland die ersehnte Unabhängigkeit, und Helsinki wurde Hauptstadt des neuen Staates. Kurz darauf entfachte der finnische Bürgerkrieg, die roten Garden brachten die Stadt in ihre Gewalt, und erst die helfende Unterstützung deutscher Truppen führte zur Rückeroberung der finnischen Hauptstadt. Die roten Garden konnten besiegt werden und wurden interniert, einige starben wegen Hungers, andere wegen Krankheit. Im 2. Weltkrieg war Helsinki starkem Beschuss der sowjetischen Luftwaffe ausgesetzt, jedoch ließ sich ein Großteil der beabsichtigten Schäden abwenden, was in erster Linie auf eine gute Luftabwehr zurückzuführen war. 1975 fand in der von Architekt Alvar Aalto im funktionalistischen Stil entworfenen Finlandia-Halle die erste Konferenz zur Annäherung von Ost- und Westblockstaaten statt. Alvar Aalto ist insgesamt für den Helsinki prägenden Funktionalismus verantwortlich. Hauptbahnhof, Nationalmuseum und die Kirche von Kallio hingegen sind vom nationalromantischen Jugendstil geprägt. Der am Senatsplatz gelegene Dom ist Bischofsitz des Bistums Helsinki. Die auf einem Felsen errichtete Uspenski-Kathedrale ist die größte orthodoxe Kirche im westlichen Europa und ist außerdem Sitz des finnisch-orthodoxen Bischofs für Südfinnland. Ebenfalls sehenswert ist die in einen Granitfels hineingebaute Temppeliaukio-Kirche im Stadtteil Töölö. Als Shoppingmeile von Helsinki gilt unumstritten Aleksanterinkatu, benannt nach Zar Alexander I. - gesäumt von zahlreichen Geschäften lädt sie zum Flanieren ein. Direkt am Südhafen liegt der Marktplatz, wo Obst, Gemüse, frischer Fisch und Souvenirs angeboten werden. Inmitten des bunten Treibens steht ein Brunnenbecken mit der Bronzestatue von Havis Amanda, einer Meerjungfrau, nach einem Entwurf von Ville Vallgren. Er sieht in der Meerjungfrau die Verkörperung Helsinkis, der Tochter der Ostsee. Direkt vom Marktplatz fährt eine Fähre zur von den Schweden errichteten Festung Sveaborg, die 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Sie gilt als beliebtes Ausflugsziel, wird aber teilweise militärisch genutzt und ist daher nicht uneingeschränkt für Besucher zugänglich. Helsinki besticht nicht nur durch seine Lage direkt am Meer, sondern ist darüber hinaus auch außerordentlich grün: 30 % des Stadtgebietes bestehen aus Wald oder angelegten Grünflächen und laden geradezu zum Entspannen ein. Der wohl bekannteste Park ist der Kaivopuisto. Ursprünglich als Kurpark eines Bades angelegt, bietet er den Besuchern einen traumhaften Blick über die Schären der Küste Helsinkis. Der Ruttopuisto hat einen eher tragischen Hintergrund: Da er bis 1829 als Friedhof fungierte und dort auch die Toten der Pestepidemie von 1710 ihre letzte Ruhe fanden, wird er auch Pestpark genannt. Der Zentralpark Keskuspuisto ist der größte Park der Stadt; das 10 km² große naturbelassene Waldgebiet beginnt nördlich von Tröölö und erstreckt sich bis zur Nordgrenze Helsinkis.

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