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Russland: Geschichte

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Russland Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Russland, als flächenmäßig größter Staat der Erde weite Gebiete Osteuropas und den gesamten Norden Asiens einnehmend, wurde bereits in vorchristlicher Zeit von zahlreichen Stämmen und Volksgruppen besiedelt. Dazu zählten seit dem 2. Jahrtausend v.Chr. zunächst halbnomadische Reitervölker wie die Skythen, Sarmaten und Kimmerier, später auch Slawen, Balten und Griechen. Im Zuge der Völkerwanderung gerieten weite Teile des heutigen Russlands und der slawischen Gebiete im Westen unter die Herrschaft der Hunnen, Awaren, Chasaren und Magyaren. Diese jeweils für begrenzte Zeiträume etablierten Reiche führten vielerorts zur Vertreibung der ansässigen slawischen Bevölkerung, teilweise aber auch zur Vermischung der unterschiedlichen Volksgruppen. Nachdem im 9. Jahrhundert schwedische Waräger (auch als Rus bezeichnet) in den Nordosten Russlands vordrangen, bildete sich in der Region um das heutige Kiew unter der Rurikiden-Dynastie ein erster fester Stammesfürstenverband heraus. Wladimir I. und Jaroslaw der Weise führten diesen sogenannten Kiewer Rus zwischen dem 10. und 11. Jahrhundert als geistiges und kulturelles Zentrum Russlands zu seiner größten Blüte. Inzwischen unterlag nicht nur die ehemalige warägische Oberschicht der nachhaltigen Slawisierung, sondern auch das Christentum hatte Einzug gehalten. Nach dem Zerfall in Teilfürstentümer und dem wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Niedergang Kiews im 12. und 13. Jahrhundert gerieten weite Teile Russlands in den Machtbereich der Mongolen (auch als Tataren bezeichnet), Ausnahme bildete lediglich die Stadt Nowgorod, die der Fürst Alexander Newski erfolgreich gegen die Fremdherrschaft verteidigen konnte. Dessen Sohn Daniel Alexandrowitsch übernahm schließlich 1263 das Fürstentum Moskau, das in den folgenden Jahrhunderten seinen Einfluss stetig ausbauen konnte, unter anderem deshalb, weil die Stadt seit dem frühen 14. Jahrhundert als Residenz der orthodoxen Kirche fungierte. Unter den Fürsten Iwan I. und Dmitri Donskoi gelang schließlich die schrittweise Rückgewinnung der Herrschaftsgebiete des Kiewer Rus (die sogenannte „Sammlung russischer Erde“), sowie die Zurückdrängung des mongolischen Machtbereichs, der nach und nach in kleine Fürstentümer zerfiel. Deren endgültiges Ende fiel in die Herrschaftszeit Iwan III. (1462-1505), unter dessen Regentschaft sich schließlich der russische Zentralstaat unter Führung des Großfürstentums Moskau etablieren konnte (vorausgegangen war die Eingliederung von Nowgorod, Twer und Wjatka). 1547 erfolgte die Krönung Zar Iwan IV. (auch bekannt als Iwan der Schreckliche), der sein Reich einerseits mit der Eroberung der Mongolenkhanate Kasan und Astrachan vom Wolgagebiet bis zum Kaspischen Meer ausdehnte, andererseits auch eine Kolonisation und Angliederung Sibiriens vornehmen konnte. Gen Westen hin scheiterte hingegen der Versuch, einen dauerhaften Zugang zur Ostsee im Bereich Livlands zu erhalten, am erheblichen Widerstand der Schweden, Dänen, Polen und Litauer. Auf innenpolitischer Ebene führte der Zar eine umfangreiche Staatskonsolidierung durch, insbesondere im Rechtswesen, Militär und der Verwaltung. Gleichzeitig bekämpfte er durch die sogenannte „Opritschina“ (ein neu geschaffener und direkt dem Zaren unterstellter Heeresverband, dessen Mitglieder aus dem niederen Landadel stammten) die Bojaren-Aristokratie und die Kirche. Der staatliche Terror, der sich zum Beispiel im Jahre 1570 in einer Strafexpedition gegen die Stadt Nowgorod zeigte, endete für Hunderttausende in Vertreibung und Tod. Nach dem Ableben des Zaren 1584 führten innenpolitische Machtkämpfe um die Thronfolge, die Folgen der militärisch erfolglosen Intervention in Livland und anderen Teilen Russlands, sowie eine ruinöse wirtschaftliche Lage zu einer weitreichenden Krise des Großreiches. Erst 1613, nach jahrelangen Wirren um den russischen Thron, Bauernaufständen und militärischen Auseinandersetzungen mit Polen und Schweden, gelang unter Zar Michael Fjodorowitsch eine längerfristige Stabilisierung der politischen Verhältnisse. Als Begründer der Romanow-Dynastie (die verwandtschaftliche Verbindungen mit der inzwischen ausgestorbenen Linie der Ruriken aufzuweisen hatte) legte er den Grundstein für das allmähliche Erstarken Russlands – bis hin zur bedeutenden Großmacht. Die Herrschaft Peter I. (auch bekannt als Peter der Große) führte einerseits zur schrittweisen Europäisierung des Landes (Reformen unter anderem innerhalb der Verwaltung, dem Militär, dem Steuerwesen, sowie in kulturellen und wirtschaftlichen Bereichen), andererseits auch zur Gewinnung der Vormachtstellung im Ostseeraum (manifestiert im Frieden von Nystad nach dem Großen Nordischen Krieg). Nach dem Tode Peter I., der 1721 überdies den Kaisertitel angenommen hatte, geriet Russland erneut in eine Phase ständiger Wechsel der Regenten. Nach Katharina I., Peter II. und Anna Iwanowa bestieg schließlich Elisabeth Petrowna (1741-1762), eine Tochter Peter I., den Zarenthron, die Russland im Zuge ihrer Herrschaft in den Siebenjährigen Krieg führte. Ihr folgte Katharina II. (1762-1796), die insbesondere in außenpolitischer Hinsicht große Erfolge errang: So setzte sich Russland unter ihrer Führung einerseits gegen die Türken durch, was ihr den Gewinn weiter Teile der Schwarzmeerküste sicherte, andererseits gelang auch die Annektierung polnischer Gebiete und der Halbinsel Krim. Innenpolitisch trat die Zarin im Zuge des „aufgeklärten Absolutismus“ auf (Rückgriff auf traditionelle Privilegien des Adels und Verschärfung der Leibeigenschaft), was besonders in den 1780er Jahren zu zahlreichen Bauern- und Kosakenaufständen führte. Anfang des 19. Jahrhunderts konnte die Grande Armée Napoleons unter Zar Alexander I. (auch „Retter Europas“ genannt) von russischem Boden vertrieben werden. Das Land griff nicht nur in die nachfolgenden europäischen Befreiungskämpfe mit ein, sondern regelte nach der endgültigen Niederlage Napoleons auf dem Wiener Kongress im Jahre 1815 die politische Neugestaltung des Kontinents entscheidend mit. Zudem gerieten nach einer erneuten Teilung Polens weite Gebiete in den Herrschaftsbereich Russlands. Unter Alexanders Nachfolger Nikolaus I. (1853-1856) kam es zu weitreichenden innen- und außenpolitischen Krisenerscheinungen. So führte die autokratische Politik des Zaren zum sogenannten Dekabristenaufstand von 1825, zu dessen Niederschlagung maßgeblich das strenge Polizeiregime beitrug. Zudem führte die offenkundig imperialistische Haltung Russlands, das in vielen Regionen Europas als „Gendarm“ intervenierte, unter anderem zur militärischen Auseinandersetzung mit den Türken. Der Krimkrieg endete schließlich mit einer Niederlage des Zarenreiches, womit die Vormachtstellung Russlands im Gefüge der Großmächte endgültig beendet wurde. Nach dem Tode Nikolaus I. im Jahre 1855 und der Thronbesteigung Alexander II. konnte das Land in territorialer Hinsicht einige Erfolge verbuchen: Dazu zählten insbesondere die Eroberung Mittelasiens (Kasachstan, Turkmenistan, Kirgisistan, Usbekistan und Tadschikistan) und die Bemühungen um Gebiete der Mandschurei und Korea, die 1904 / 05 im Krieg mit Japan und der russischen Niederlage mündeten. Innenpolitisch führte der Zar ein umfangreiches Reformprogramm durch: So wirkte die Etablierung einer lokalen Selbstverwaltung durchaus positiv, allein die Abschaffung der Leibeigenschaft im Jahre 1861 verhinderte nicht das Wachsen sozialer Gegensätze und antizaristischer Bewegungen. Nach dem gewaltsamen Tode des Zaren bestieg mit Alexander III. ein Verfechter der strikten Russifizierungspolitik den Thron: Die vielfachen sozial-ethnischen Spannungen und Unterdrückungen führten zur vermehrten Abwanderung der Intellektuellen, die sich im Ausland unter anderem der marxistischen Lehre zuwandten. Durch die Industrialisierung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konnte nicht nur die wirtschaftliche Erschließung Sibiriens erreicht, sondern auch der Aufbau großer Industriezentren gewährleistet werden (Sankt Petersburg, Moskau oder Baku). Einher ging diese Entwicklung mit einer stetigen Verschlechterung der sozialen Lage innerhalb der Arbeiterschaft, die sich schließlich vermehrt politischen Organisationen wie dem Südrussischen Arbeiterbund oder der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei zuwandte. Etlichen Aufständen, mit denen seit seiner Thronbesteigung im Jahre 1894 Zar Nikolaus II. konfrontiert wurde, folgte schließlich als vorläufiger Höhepunkt der sogenannte „Blutsonntag“ des Jahres 1905: Nach friedlichen Protesten hatten zaristische Truppen eine Kundgebung mit Waffengewalt beendet – der Beginn einer allgemeinen landesweiten Erhebung. Nikolaus der II. musste schließlich nach der Einrichtung von Arbeiter-Räten („Sowjets“) der Etablierung einer legislativen Versammlung, Duma, stattgeben. Während des 1. Weltkrieges trat Russland auf Grundlage des 1907 geschlossenen Militärbündnisses mit Frankreich und England in den Krieg gegen die Mittelmächte ein, musste allerdings bereits 1915 katastrophale Niederlagen hinnehmen: Nicht nur gingen dabei weitreichende Territorien im Westen Russlands verloren, auch in wirtschaftlicher Hinsicht gestaltete sich die Lage defizitär. Dies führte zur Februarrevolution des Jahres 1917 und damit einerseits zur Abdankung Nikolaus II., andererseits zur Machtübernahme durch eine großbürgerlich-liberale Übergangsregierung unter Georgij Lwow. 1917 erfolgte im Zuge der Oktoberrevolution schließlich die Machtergreifung seitens der Bolschewisten unter Führung von Wladimir Iljitsch Lenin, ein Jahr später die Gründung der RSFSR (Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik. Gemeinsam mit der Ukraine, Weißrussland, Georgien, Armenien und Aserbaidschan bildete Russland ab 1922 die sogenannte UdSSR (Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken / Sowjetunion), die trotz des autonomen Status der Teilrepubliken unter fester russischer Zentralgewalt stand. Als Generalsekretär des Zentralkomitees gelang es Josef Stalin, oppositionelle Strömungen in den folgenden Jahren konsequent zu unterdrücken: Dem eingerichteten Lagersystem Gulag nebst entsprechenden staatlichen Institutionen wie der Geheimpolizei fielen Millionen Sowjetbürger zum Opfer. Im 2. Weltkrieg bildete das russische Territorium ab 1941 einen entscheidenden Schauplatz: Nach Niederlagen der deutschen Wehrmacht bei Stalingrad und Kursk gelang der „Roten Armee“ 1945 auf Seiten der Alliierten Streitkräfte der Einmarsch in Berlin und die Übernahme der Regierungsgewalt in Deutschland. Nach Gründung des Warschauer Paktes (dem Gegengewicht zum Militärbündnis NATO) im Jahre 1955 und der Epoche des Kalten Krieges konnte in den 1970er Jahren erstmals eine deutliche Entspannung der Beziehungen zwischen der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten von Amerika verzeichnet werden. Zudem setzte unter Generalsekretär Michail Gorbatschow in den 1980er Jahren eine Politik von „Glasnost“ und „Perestroika“ ein, die unter anderem Transparenz, freie Meinungsbildung und eine grundlegende Reformierung der Sowjetunion zum Inhalt hatte. Im Zuge eines breiten öffentlichen Druckes führten Massenproteste in den einzelnen Teilrepubliken, vor allem aufgrund der wirtschaftlich desaströsen Zustände, zu Auflösungserscheinungen der UdSSR, die 1991 durch die GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) ersetzt wurde. Die ehemalige RSFSR wurde in „Russische Föderation“ umbenannt, inzwischen unter Führung des Präsidenten Boris Jelzin, der in seiner Amtszeit einerseits einen rigorosen Umschwung innerhalb der Wirtschaftspolitik unternahm, andererseits mit Unabhängigkeitsbestrebungen einzelner Regionen konfrontiert wurde, darunter Tschetschenien. Im Jahre 2000, in einer innenpolitisch und wirtschaftlich prekären Phase, folgte der Amtsantritt Wladimir Putins, der 2004 erneut als Präsident bestätigt wurde. Ihm gelang vor allem die schrittweise Hinwendung zu einem autoritären Regierungssystem, das in wirtschaftlicher Hinsicht zwar eine weitestgehende Konsolidierung mit sich brachte, innen- und außenpolitisch aber zu erheblicher Kritik führte, unter anderem aufgrund des wieder aufflammenden Tschetschenienkrieges.

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