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Japan: Geschichte

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Japan Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Vermutlich vor bereits 100.000 – 200.000 Jahren kamen die ersten Menschen nach Japan.
In der Zeit der Jomon-Kultur (10.000 – 300 v. Chr.) eroberte China die koreanische Halbinsel, wodurch der kulturelle Austausch mit Japan begann. Der technologische Fortschritt führte in eine neue Epoche, die als „Yayoi-Zeit“ (300 v. Chr. – 300 n. Chr) bezeichnet wird. Yayoi ist ein Stadteil von Tokio, in dem zur damaligen Zeit Keramik gefunden wurde. Die Zeit war einerseits von Schlichtheit, andererseits von der Zunahme des handwerklichen Geschicks geprägt. Die Bildung von Staaten in Japan führte zum Beginn des japanischen Altertums, was in drei zeitliche Abschnitte aufgeteilt werden kann. In der Kofun-Zeit (300 bis 710 n. Chr.) – benannt nach schlüssellochförmigen Hügelgräbern - ergaben sich Beziehungen zu China und Korea und der Bhuddismus kam ins Land. Die Asuka-Zeit – benannt nach der damaligen Hauptstadt – dauerte von 590 bis 710 n. Chr. brachte viele Reformen und Veränderungen in Japan, wie z.B. die Einführung des chinesischen Hofrang-System, ein erstes Wegenetz und die Anfertigung von Landeschroniken.
Im Jahr 710 wird die Stadt Nara Landeshauptstadt, was gleichzeitig den Beginn der gleichnamigen Zeit einläutete. Geprägt war die Zeit von Frieden und kultureller Blüte. Allerdings kam es zu Problemen, weil Land in den Besitz von Klöstern und Großfamilien geriet und der kaiserliche Hof so geschwächt wurde. Durch diese Vorgänge und die ungünstige Lage von Nara wurde die Hauptstadt nach Heian-kyo verlegt – dem späteren Kyoto.
Das japanische Mittelalter erstreckt sich auf den Zeitraum von 1185 bis 1600. In der ersten Phase zwischen 1185 und 1333 (Kamakura-Zeit) war der Konflikt zwischen den Familien Taira und Minamoto prägend. Im Gempei-Krieg konnten die Minamoto-Brüder Yoritomo und Yoshitsune die Taira vernichten. Yorimoto errichtete in Kamakura das erste Shogunat. Seine Regierung wird als Bakufu bezeichnet, was auf eine militärische Prägung hindeutete. Später ging die Herrschaft im Shogunat auf die Familie Hojo über. Unter der Herrschaft ihrer Anführerin Masako (1156-1225) blieb es vergleichsweise friedlich, jedoch drohte von den Mongolen Gefahr. Zwei mongolische Invasionsversuche 1274 und 1279 konnten abgewehrt werden, aber es kam zu Unruhen, da es für die japanischen Krieger nichts zu erbeuten gab. Im Jahr 1333 endete nach der Vernichtung durch Truppen der Familien Ashikaga und Nitta die Herrschaft der Hojo. Auf Betreiben des Kaisers Go-Dajo hatten deren Truppen gegen das Shogunat gekämpft, um wieder an die Macht zu gelangen. Die Ashikaga richteten aber ein neues Shogunat ein. Es begann die Muromachi-Zeit (1333-1568). Muromachi ist ein Stadtteil von Heiankyo, der damaligen Landeshauptstadt. Dort setzten die Ashikaga einen ihnen ergebenen Kaiser ein, weshalb es zwei Kaiser gleichzeitig gab. Im Onin-Krieg (1467-1477) endete die Herrschaft der Ashikaga. In diesem Krieg wurde Heiankyo komplett zerstört, was gleichzeitig das Ende der Zentalgewalt bedeutete. Während der Sengoku-Zeit bestand Japan aus Herrschaftsgebieten einzelner Fürsten und Familien. Trotz der Unruhen und Gewalt kam es zu einem Handel zwischen den einzelnen Gebieten. Das zerrüttete Land wurde in der Azuchi-Momoyama-Zeit (1568-1600) vereinigt. Bedeutend waren hier Oda Nobunaga, der sich zuerst Einfluß über ganz Japan sicherte. Toyotomi Hideyoshi, ein ehemaliger Soldat aus Nobunagas Heer, trieb die Einigung Japans voran und Tokugawa Ieyasu vollendete die Einigung des Landes.


Die Herrschaft der Tokugawas prägte die frühe Neuzeit Japans (1600 – 1868; Edo-Zeit). Japan wurde in dieser Zeit in Provinzen eingeteilt, die von Fürsten regiert wurden. Diese wiederum waren dem Shogun (=Tokugawa-Herrscher) unterstellt. Die Bevölkerung wurde in ein Ständesystem aufgeteilt und der Kaiserhof von der Machausübung ausgeschlossen. Durch strenge Gesetze und Kontrollen hatte dieses System fast 200 Jahre Bestand. In der Meji-Zeit unter Kaiser Mutsuhito, die mit dessen Tod 1912 endete, entwickelte sich Japan zu einem modernen Staat. Das bisherige Ständesystem wurde abgeschafft und eine Armee aufgestellt. Das Land bekam eine Verfassung und durch starkes wirtschaftliches Wachstum und Aufrüstung wuchs die Bedeutung Japans in Asiens immens. Im Jahr 1910 wurde Korea von Japan annektiert und auch die Mandschurei kam unter japanischen Einfluß, der sich auf die wirtschaftliche Ausbeutung der Region beschränkte.
Im ersten Weltkrieg kämpfte Japan auf der Seite der Alliierten und profitierte davon wirtschaftlich. In den 20-er Jahren bekam das Land starke wirtschaftliche Probleme. Nach der Stabilisierung in den 30-er Jahren gewannen einflussreiche Finanzgruppen starke Bedeutung, die an Aufrüstung und Expansion interessiert waren. Während der Regentschaft von Kaiser Yoshihito von 1912 bis 1926 verschob sich die Macht vom Tenno auf die neugegründeten Parteien und das Parlament. Im Jahr 1926 begann mit der Thronbesteigung von Kaiser Hirohito die Showa-Zeit. Nationalistische Kräfte gewannen immer mehr Einfluß und führten schließlich zu deren Machtergreifung. Alle anderen politischen Meinungen wurden verfolgt und im Jahr 1940 übernahm die von Militärs dominierte Organisation Taisei Yokusanaki die Macht im Land. 1933 trat Japan aus dem Völkerbund aus und vier Jahre später war der Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke der Auslöser für den zweiten japanisch-chinesischen Krieg. Im Jahr 1941 brachen innerhalb von wenigen Monaten die niederländischen, englischen und amerikanischen Kolonialreiche in Asien zusammen. Japan bildete aus diesen Gebieten die „Großasiatische Wohlstandsphäre“. Mit dem Angriff auf Pearl Harbor im Dezember 1941 trat Japan offiziell in den 2. Weltkrieg ein. Bis Mitte 1942 konnte es sein Einflussgebiet auf ganz Südostasien ausdehnen. Die Philipinen, Neuguinea und Birma sowie Indonesien wurden u.a. japanische Kolonien. Seit Juni 1942 wendete sich das Blatt wieder und die Japaner erklärten nach dem Abwurf zweier Atombomben auf die Städte Hiroshima und Nagasaki am 15. August 1945 ihre Kapitulation.
Nach der Kapitulation war Japan bis 1951 von den Alliierten besetzt. In dieser Zeit wurde das Land demokratisiert und weitgehend entmilitarisiert. Die Verträge der Potsdamer Konferenz reduzierten das japanische Territorium wieder auf die heutigen Hauptinseln. Die Ryukyu-Inseln waren bis 1972 amerikanisches Hoheitsgebiet. Da zur Neustruktuierung des Landes zum Teil die alten Eliten herangezogen wurden, kam es zwar zu einem stabilen Staat, die japanischen Kriegsverbrechen und –ereignisse wurden jedoch nur mangelhaft aufgearbeitet. 1956 wurde Japan in die Vereinten Nationen aufgenommen und 9 Jahre später kam es auch zur Normalisierung der Beziehungen zu Südkorea. In den 60-er und 70-er Jahren trieben die Exporte der Branchen Automobil und Schiffbau das Wirtschaftswachstum in die Höhe, was u.a. zur Aufnahme Japans in die G8-Staaten führte. Im Jahr 1989 starb Kaiser Hirohito. Im Jahr darauf bestieg sein Sohn Akihito den Thron, was die Heisei-Zeit in Japan einläutete. In den 90-er Jahren kam das Land politisch und wirtschaftlich nicht zur Ruhe. Erst zu Anfang des 20. Jahrhunderts stabilisierte sich die Lage wieder.

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