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Argentinien: Geschichte

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Argentinien Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Es wird vermutet, das die ersten Menschen 15.000 v. Chr. von Nordamerika aus, das heutige Argentinien bevölkerten.
Durch den bekannten Seefahrer Amerigo Vespuccis erreichten die ersten Europäer im Jahr 1502 die Region. Im 16. Jahrhundert erfolgte die Kolonisierung Argentiniens durch die Spanier, die sich von Peru aus den nordwestlichen Teil des Landes aneigneten, und - vom Atlantik kommend - spanische Niederlassungen am Stromsystem des Rio de la Plata gründeten.

Die südlich gelegenen Gebiete Argentiniens wurden zwar auch von den Spaniern beansprucht, blieben aber in der Kolonialzeit außerhalb ihres Herrschaftsbereiches. Zunächst war Argentinien Teil des Vizekönigreichs Peru, welches im Jahr 1776 von der Region Rio de la Plata und deren Hauptstadt Buenos Aires abgespalten wurde, und neben Argentinien noch das heutige Boliven, Paraquay und Uruquay umfasste.
Ihre Unabhängigkeit erlangte das Land schließlich am 9.Juli 1816 in einem Befreiungskrieg gegen die Spanier in San Miguel de Tucuman. Wie schon in Paraquay im Jahr 1811, spalteten sich Bolivien 1825 und Uruquay 1828 von der Provinz Rio de la Plata ab. Es folgten zwischen 1816 und 1880 wechselnde Diktaturen, die von Bürgerkriegen geprägt waren. Durch den Sieg im Tripel Allianz Krieg gegen Paraquay von 1864-1870 gewann Argentinien die heutigen Bundesstaaten Misiones, Formosa und Chaco. Von 1880 bis 1912 erfolgte eine große Einwanderungswelle - allen voran durch Spanier und Italiener - die sich in den Städten und in so genannten Kolonien auf dem Land ansiedelten. Es herrschte eine Scheindemokratie, in der den größten Einfluß die Großgrundbesitzer hatten. Außerdem wurden der Bevölkerung in einem Wahlbetrugssystem die politischen Rechte vorenthalten. Einwanderer erhielten ebenso kein Stimmrecht.
Nachdem Bolivien einen Teil der Puna de Atacama an Argentinien im Jahr 1893 abgetreten hatte, kam es zu verschärften Problemen mit Chile. Diese Region war vorher von Chile seit dem Salpeterkrieg besetzt worden. Es folgte ein Wettrüsten zwischen Argentinien und Chile, das erst im Jahr 1902 durch den damaligen britischen König Edward VII. geschlichtet werden konnte. Demnach fiel Patagonien an Chile und Feuerland an Argentinien. Zwischen 1912 und 1946 wechseln sich demokratische Regierungen mit Militärdiktaturen ab. Speziell in den 30ér Jahren, das als berüchtigtes Jahrzehnt bezeichnet wird, herrscht vorwiegend Wahlbetrug und die Demokratie existierte lediglich auf dem Papier. Erst im Jahr 1946 läutet der junge Offizier Juan Domingo Peron eine neue Ära ein. Als Held der Arbeiterklasse wird er noch im selben Jahr zum Präsidenten gewählt. +


Im zweiten Weltkrieg galt Argentinien offiziell als neutral und sympathisierte zunächst mit den Achsenmächten, unterstützte aber gegen Kriegsende die Alliierten. Das Land galt in den Kriegsjahren als Zufluchtsort vieler europäischer Flüchtlinge. Aber auch Kriegsverbrecher wie Josef Mengele oder Walter Rauff konnten in der Nachkriegszeit unbeschadet und - vor Auslieferung an Deutschland bewahrt - ein unbehelligtes Leben führen, da Argentinien kein Auslieferungsabkommen mit Deutschland hatte.
Die erste Regierungszeit von Juan Domingo Peron (1946-1955) war geprägt von Industrialisierung.
In der Folgzeit erlebte das Land zwischen 1955 und 1983 wirtschaftliche Höhen und Tiefen, da abwechselnd zivile und militärische Regierungen herrschten. Auch die Wiederwahl Perons im Oktober 1973 bis zu seinem Tod 1974 konnte keine Beruhigung in die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse bringen.
Seine dritte Ehefrau Isabel Peron, die er zu Lebzeiten zur Vizepräsidentin ernannt hatte, wurde neue Präsidentin Argentiniens. Mit ihrem Amt überfordert, diente sie lediglich den hinter ihr stehenden politischen Machthabern als Lakaie. Die Folgezeit wurde dominiert von Unruhen und Generalstreiks, die von den Gewerkschaften angeordnet wurden und zum völligen Stillstand des öffentlichen Lebens führten. In dem wütenden Chaos hatten kriminelle Gruppierungen ein leichtes Spiel, ihre eigenen Interessen mit Entführungen und anderen Verbrechen durchzusetzen. Die Entführung eines deutschen Produktionsleiters, der für den argentinischen Standort von Mercedes Benz verantwortlich war, löste eine große Fluchtwelle von Immigranten aus, die für deutsche Firmen in Argentinien arbeiteten.
Im Jahr 1976 erfolgte ein Umsturz unter der Führung von Jorge Rafael Videla. Argentinien wurde zur Militärdiktatur, geleitet von einer Junta aus drei Mitgliedern. Viele Kritiker dieser Diktatur, darunter viele Studenten, verschwanden für immer. Ihre Zahl wird auf 30.000 geschätzt. Deren Mütter gingen in die Geschichte ein, als sie ungeachtet ihrer eigenen Gefährdung , vor dem Regierungsgebäude demonstrierten, um Informationen über den Verbleib ihrer Kinder zu erhalten. Mittlerweile gibt es eine Organisation, deren Zweck es ist, die in Gefangenschaft geborenen und illegal zur Adoption frei gegebenen Kinder der Verschwundenen in ihre Familie zurückzuführen. Durch ein nur mit Mühe durchgesetztes Gerichtsverfahren gegen die verantwortlichen Militärs kamen grausige Details zum Verbleib unzähliger Menschen zu Tage. So wurden u. a. die Opfer betäubt und über dem Atlantik aus dem Flugzeug geworfen.
Unter dem neuen Junta Chef Leopoldo Galtieri beginnt Argentinien im Jahr 1982 einen Krieg gegen Großbritannien. Der Grund waren die in Argentinien vorgelagerten Falklandinseln, die nach argentinischem Recht zum Staatsgebiet gehörten, aber durch Großbritannien verwaltet wurden. Das Vereinigte Königreich konnte per Luftangriff, Seekrieg und einer erfolgreichen Landesoperation die Argentinier zurückdrängen. Die Kapitulation seitens Argentinien erfolgte am 14. Juni 1982.
Zur Demokratie wurde Argentinien erst im Jahr 1983, unter seinem damaligen Präsidenten Raul Alfonsin. Die Wirtschaftskrise 1989 zwang ihn zum Rücktritt und die peronistische Partei gelangte erneut an die Macht.
Unter dem neoliberalen Präsidenten Carlos Menem und dessen Wirtschaftspolitik gelang die Gleichsetzung der Argentinischen Peso an den US-Dollar. Das Land stabilisierte sich, doch erst in seiner zweiten Amtszeit wurden die negativen Auswirkungen seiner Wirtschaftspolitik sichtbar.
Fernando de la Rua löste Menem im Jahr 1999 als Präsidenten ab. Aber auch er konnte die wirtschaftlichen Probleme nicht lösen, und trat 2001 zurück. Mehrere Interimspräsidenten folgten.

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