Nur durch die 400 km breite Straße von Moçambique getrennt, umfasst die östlich von Afrika liegende Insel Madagaskar rund 1580 km Länge und 580 km Breite. An der Küste Korallenumsäumt, befinden sich im Innern der Insel vier von Nord nach Süd verlaufende Gebirgszüge mit den höchsten Erhebungen um bis 2286 m, welche nach Osten hin relativ steil, im Westen allmählich in Küstenschwemmland abflacht.
Das Klima der Insel ist als tropisch-maritim zu bezeichnen: es herrscht der Südost-Passatwind mit häufigen Wirbelstürmen, der insbesondere im Osten zu heftigen Niederschlägen führt. In den übrigen Gebieten herrscht in den Monaten November bis März die Regenzeit.
Aufgrund des Passatwindes bietet Madagaskar eine vielfältige Flora, die vom Regenwald im Osten bis hin zur Dornenstrauchsavanne mit niedrigem Baumwuchs im Westen und Südwesten reicht. Etwa ein Fünftel der gesamten Insel ist bewaldet, allerdings durch Brandrodungen und landwirtschaftliche Nutzung in Gefahr.
Die Tierwelt offenbart hinsichtlich der geographischen Lage Madagaskars einige Besonderheiten.
So treten Tierarten wie die Lemuren aufgrund der Isolation der Insel ebenso endemisch auf wie diverse andere Affenarten. Ferner sind Chamäleons, über die Hälfte des Weltbestandes, Krokodile und Haie zu finden, wobei andere für das tropische Klima charakteristische Tiere, unter anderem Giftschlagen, fehlen. Im Zusammenhang mit der intensiven Landnutzung ist auf einen Rückgang der Artenvielfalt hinzuweisen.