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Georgien: Geschichte

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Georgien Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Der asiatische Staat Georgien, gelegen im Süden des Kaukasus und östlich des Schwarzen Meeres, wurde bereits weit in vorchristlicher Zeit von nomadischen Stämmen besiedelt. Unzählige archäologische Funde weisen zudem darauf hin, dass die Region schon im Altertum als bedeutende Schnittstelle zwischen der europäischen und der asiatischen Kultur fungierte. Ab 600 v.Chr. stand die Schwarzmeerküste Georgiens unter dem Einfluss der Griechen, während das Landesinnere weitestgehend unter persische Herrschaft geriet. Alexander der Große konnte im 4. Jahrhundert v.Chr. zwar nahezu die gesamte Kaukasusregion unterwerfen, nach seinem Tode aber zerfielen seine Eroberungen allmählich in kleinere Teilreiche. Das heutige Staatsgebiet Georgiens geriet so im 1. Jahrhundert v.Chr. in den römischen Machtbereich; zudem gewann ab dem 4. Jahrhundert n.Chr. das Christentum an entscheidender Bedeutung. Durch die Teilung des Römischen Reiches zunächst der byzantinischen Verwaltung unterstellt, geriet das Land in den folgenden Jahrhunderten unter den Einfluss der Sassaniden und Araber, wobei letztere sich nach vielen erfolglosen Versuchen der Eroberung im 7. Jahrhundert schließlich durchsetzen konnten. Im frühen und hohen Mittelalter erlebte Georgien durch die Dynastie der Bagratiden und mit dem Aufbau staatlicher Strukturen eine erste Blütezeit: Dem Land, das sich vom Schwarzen Meer im Westen bis zum Kaspischen Meer im Osten erstreckte, gehörten unter anderem auch Gebiete Armeniens und Persiens an. Dennoch stand Georgien immer wieder im Fokus fremdländischer Eroberungszüge. Während sich die Bagratiden den Angriffen der Seldschuken und Sassaniden noch erwehren konnten, gelang den Mongolen im 13. und 14. Jahrhundert schließlich die vollständige Eroberung des Landes. Durch den allmählichen Machtverlust der mongolischen Herrschaft und der Bagratiden-Dynastie zerfiel das einst geeinte Territorium Georgiens mit dem Ende des 15. Jahrhunderts in die Teilreiche Imeretien, Kachetien und Kartli, die in den folgenden Jahrhunderten sowohl unter persischem, als auch unter türkischem Einfluss standen. In den nachfolgenden Jahrzehnten bildeten sich weitere kleinere Fürstentümer heraus, deren Herrscher sich schließlich mit dem christlichen Russland eine Schutzmacht gegen den stetig wachsenden türkischen und persischen Einfluss suchten. Doch erst zu Beginn des 18. Jahrhunderts führten das Erstarken des russischen Reiches und der allmähliche persische Niedergang zu grundlegenden Veränderungen innerhalb Georgiens: So wurden durch die Vereinigung von Kartli und Kachetien und spätere Eingliederung der Gebiete in den russischen Provinzstatus erste Zentralisierungsprozesse vorgenommen, bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts annektierte das Zarenreich dann auch Westgeorgien. Darüber hinaus hielt eine starke Russifizierungspolitik Einzug, die zwar einerseits eine Öffnung gen Westen und eine damit verbundene kulturelle Blütezeit Georgiens nach sich zog, andererseits aber zur allmählichen Etablierung einer Unabhängigkeitsbewegung gegen die strikten Machtstrukturen führte. Nach mehreren erfolglosen Aufständen erklärte sich der asiatische Staat schließlich im Jahre 1918 (ausgelöst durch die russische Revolution) zur unabhängigen demokratischen Republik, was zwei Jahre später seitens der ehemaligen Schutzmacht auch Anerkennung fand. Trotzdem besetzten Stalins Truppen im Jahre 1921 das Land, proklamierten eine Sowjetrepublik und gliederten Georgien gemeinsam mit Armenien und Aserbaidschan der Transkaukasischen Sozialistischen Förderativen Sowjetrepublik an (bis 1936), eine Union innerhalb der neu gegründeten Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UDSSR). Als Georgische Sozialistische Sowjetrepublik unterlag das Land ab 1936 in besonderem Maße den stalinschen Säuberungen: Nach Schätzungen fielen dem staatlichen Terror rund 100.000 Georgier zum Opfer, vor allem Intellektuelle und politisch Aktive. Nach Stalins Tod stand das Land unter Führung von Wassili Mschawanadse, Symbolfigur für Korruption und wirtschaftlichen Niedergang Georgiens. Eine erste staatliche Öffnung läutete schließlich der Machtantritt von Eduard Schewardnadse im Jahre 1972 ein: Als Erster Parteisekretär gelang ihm vor allem die Säuberung des Staats- und Parteiapparates. Darüber hinaus erlebte Georgien in den 1970er Jahren ein Erstarkten der oppositionellen Kräfte, die den Russifizierungversuchen deutlichen Widerstand entgegenbrachten und für einen unabhängigen georgischen Staat eintraten, in den 1980er Jahren zudem gestärkt durch den allmählichen Niedergang der Sowjetunion. Im April 1991 proklamierte die präsidiale Republik Georgien schließlich ihre endgültige Unabhängigkeit. Einer großen innenpolitischen Instabilität, hervorgerufen unter anderem durch die Unabhängigkeitsbestrebungen nationaler Minderheiten in den Regionen Abchasien und Südossetien, folgte im Jahre 1995 die Annahme einer neuen Verfassung und die Wahl von Eduard Schwardnadse zum Staatspräsidenten. Die 1990er Jahre erbrachten für Georgien sowohl eine Öffnung in Richtung EU, als auch eine schrittweise, immer wieder von Rückschlägen begleitete Annäherung an Russland. Im Zuge manipulierter Parlamentswahlen kam es im Jahre 2003 zur sogenannten „Rosenrevolution“ und, nach wochenlangen oppositionellen Protesten, zu einem unblutigen Machtwechsel an der Spitze des Staates. Unter der Ära des Micheil Saakaschwili flammten erneut die Konflikte mit den autonomen Regionen innerhalb Georgiens wieder auf, zudem geriet der Präsident durch seine Amtsführung in die Kritik. Die oppositionellen Proteste halten auch nach dem erneuten Wahlsieg Saakaschwilis bei den vorgezogenen Parlamentswahlen im Jahre 2008 an.

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