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Reisen bildet: Im Urlaub wird Geschichte leicht lebendig

Bremen (dpa/tmn) - «Reisen bildet» heißt es - auch dann, wenn Lernen nicht ausdrücklich im Mittelpunkt steht. Was und wie man etwas über vergangene Zeiten während einer Reise lernt, hat sich allerdings kräftig verändert.


«Tote Steine sind out», sagt Prof. Torsten Kirstges von der Fachhochschule in Wilhelmshaven. «Aber das Interesse an vielen historischen Epochen ist da», betont der Direktor des Instituts für innovative Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Manches lässt sich eben in den besten Vorträgen oder Powerpoint-Präsentationen nicht so rüberbringen wie am Ort selbst: «Die Domkuppel von Florenz zu erleben und vielleicht sogar selbst darin herumzuklettern, ist etwas völlig anderes, als sie nur auf Bildern zu sehen», erklärt Prof. Bernd Mütter. Reisen sei daher die ideale Grundlage, um etwas über Geschichte zu lernen, sagt Mütter, der das Konzept des «Histourismus» entwickelt hat, das schon in seinem Namen Geschichte und Reisen verbindet.


Mütter, emeritierter Professor der Universität Oldenburg, ist das Thema nicht nur theoretisch angegangen: Er hat auch zahlreiche Reisen konzipiert und unternommen. Dabei bestätigte sich für den Historiker immer wieder, wie hilfreich es sein kann, an «authentischen Orten» etwas über Geschichte zu erfahren: «Wenn man zum Beispiel in Verdun die Gräberfelder mit den Toten aus dem Ersten Weltkrieg sieht, dann begreift man, was Materialschlacht bedeutet.»


Städte, die ohnehin von historischem Interesse sind wie Florenz, bieten sich für solche Reisen an. Mütter hat dort zum Beispiel den Aufstand der Wollarbeiter von 1387 nicht in einem Referat vermitteln lassen, sondern in einem kleinen Theaterstück - direkt vor dem Zunftgebäude der Wollmeister in Florenz. «Das hat nicht nur den Darstellern Spaß gemacht, das haben auch alle anderen nicht vergessen.»


Historisches Lernen funktioniere aber auch anderswo. Manchmal seien sogar gerade «kleine» Themen, die nicht Weltgeschichte geschrieben haben, für Touristen interessant, ergänzt Prof. Kirstges. Persönlichkeiten wie der Schinderhannes oder historisch belegte Kriminalfälle seien Anknüpfungspunkte für Reisekonzepte, bei denen etwas über die Vergangenheit zu lernen ist.


Das Interesse an den Daten von Schlachten oder Königsdynastien hat sicher abgenommen. «Das heißt aber nicht, dass die Leute nichts mehr lernen wollen, sondern, dass sich das Lernen verändert hat», erläutert Prof. Rainer Hartmann von der Hochschule Bremen. Langatmigen Vorträgen zu lauschen, sei nicht mehr zeitgemäß. «Man will heute aktiv am Lernen beteiligt sein, so wie das in vielen Mitmachmuseen umgesetzt wird», erklärt der Freizeit- und Tourismusforscher.


«Eineinhalbstündige Referate zur Architekturgeschichte - das ginge heute auch gar nicht mehr», bestätigt Ury Steinweg, Geschäftsführer von Gebeco. «Reisende wollen nicht nur historische Fakten erfahren, sondern auch Geschichten über das soziale Umfeld am Reiseziel.» Steinweg ist überzeugt, dass das Interesse am Lernen während der Urlaubsreise sogar größer geworden ist: «Schon deshalb, weil die Zielgruppe für solche Reisen enorm gewachsen ist. Das sind nicht mehr nur die fünf Prozent Bildungsbürger wie vor 50 Jahren.»


Weil die Erwartungshaltung bei den Teilnehmern größer sei, seien Studien- und Erlebnisreisen anspruchsvoller geworden - auch für den Reiseführer: «Früher reichte ein Doktortitel, heute muss er auch didaktisch gut sein», sagt Steinweg. «Und er darf sich nicht nur mit einem Thema wie Geschichte oder Archäologie auskennen.» Zum Konzept der «modernen Studienreise» gehöre ein breites Spektrum an Themen, ergänzt Betina Rütten, die beim Veranstalter Studiosus für die Aus- und Weiterbildung der Reiseleiter verantwortlich ist. «Wirtschaft und Soziales genauso wie Politik, Traditionen, Kultur und Musik, Klatsch und Tratsch, Mode und Lifestyle.»



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