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Hanse Sail in Rostock: Gutes Wetter und Krise

Von Joachim Mangler, dpa

Rostock (dpa) - Die Voraussetzungen für eine «große Hanse Sail» sind gegeben: Zur 19. Ausgabe des größten maritimen Spektakels in Mecklenburg-Vorpommern haben sich knapp 230 Traditionssegler und Museumsschiffe angemeldet.


Sie werden den mehreren hunderttausend erwarteten Schiffsbegeisterten an der Ostsee und der Warnow das gewohnt bunte Bild bieten. Auch das Wetter verspricht, prächtig zu werden. Nach Regen (2006), Nebel (2007) und Sturm (2008) sei mal wieder gutes Wetter dran, sagte der Leiter des Hanse Sail-Büros, Holger Bellgardt, am Dienstag in Rostock.


Doch die Wirtschaftskrise geht an der Hanse Sail nicht spurlos vorbei. Bellgardt zufolge ist die Zahl der von Unternehmen auf den Seglern gebuchten Plätze zu Ausfahrten auf die Ostsee um 30 Prozent gesunken. Im Etat vieler Firmen werden offensichtlich Ausgaben von mehreren tausend Euro sehr viel genauer kalkuliert als früher. Gleichzeitig nähmen aber Buchungen von Privatpersonen zu. «Wir gehen davon aus, dass viele noch auf der Pier bei schönem Wetter sich entscheiden, den ein oder anderen Törn zu buchen», sagte Bellgardt. Genügend Plätze seien noch frei.


Eine weitere Gefahr droht vom Gesetzgeber. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Rostock machte jüngst auf ein Urteil des Finanzgerichts Schleswig-Holstein aufmerksam. Danach sind Aufwendungen für Regattafahrten, an der Kunden oder Geschäftsfreunde teilnehmen, nicht als Betriebsausgabe abziehbar. Nach IHK-Schätzungen werden aber beinahe die Hälfte aller Ausfahrten der Traditionssegler von Unternehmen gebucht.


Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) dringt darauf, dass sich die norddeutschen Bundesländer für eine Gesetzesänderung stark machen. Sollte das Urteil Bestand haben, würden die Eigner der Schiffe darunter leiden, denn die Kosten für deren Erhalt werden in erster Linie aus den Einnahmen bei Festen finanziert. Nur so könnten Schiffe als Kulturerbe bewahrt werden, sagte Methling.


Unzufrieden zeigte sich Bellgardt mit der Preisgestaltung der Hotellerie. Vor dem Hintergrund der Krise sei eine andere Preispolitik wünschenswert. «Preise von mehr als 200 Euro schrecken teilweise Gäste ab», betonte er. Bereits im vergangenen Jahr hatte er seinen Unmut geäußert. Es gebe Rückmeldungen von Gästen früherer Jahre, die sich die Hanse Sail 2009 nicht mehr leisten könnten.


Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die auch die Wadan-Werften in den Strudel gezogen hat, werden den Touristen auf den Schiffen nicht verborgen bleiben. Wadan-Betriebsrat Harald Ruschel kündigte Aktionen der Werftarbeiter an. «Wir haben einen langen Kai, da fahren viele Schiffe vorbei. Da werden wird uns noch einmal deutlich an die Öffentlichkeit wenden», sagte er.


Wer sich in den Sail-Trubel stürzt, trifft auf zahlreiche Attraktionen. Unter den knapp 230 Schiffen sind das Segelschulschiff der Bundesmarine, «Gorch Fock», und mit der russischen «Mir» der schnellste Windjammer der Welt. Es gebe nur wenige Hafenstädte, die jährlich ein solch hochkarätiges Treffen organisieren könnten und dabei ein unvermindert großes Publikumsinteresse fänden, sagte Sail-Chef Bellgardt. Dazu würden auch zahlreiche Attraktionen in der Stadtmitte und in Warnemünde beitragen. Bellgardt rechnet für die Sail erneut mit etwa einer Million Besuchern.


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