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Deutschland » Gesundheit auf Reisen

Erste Hilfe gegen Sonnenbrand

Köln/Berlin (dpa/tmn) - Eine leichte Hautrötung lässt sich durch Kühlen kurieren. Ist ein handfester Sonnenbrand aber erst passiert, helfen Hausmittel nicht mehr weiter.


Die größten Chancen, glimpflich davonzukommen, hat derjenige, der schnell gegensteuert: «Sobald die ersten Anzeichen auftreten: raus aus der Sonne», sagte der Dermatologe Jan Hundgeburth aus Frechen bei Köln und «je schneller, desto besser».


Anschließende Erste-Hilfe-Maßnahmen gegen Sonnenbrand wirken grundsätzlich in den ersten 30 Minuten am besten. Kühle tut zum Beispiel gut, weil sonnengeschädigte Haut stark durchblutet ist. Das verursache ein Hitzegefühl, erklärt der Experte vom Berufsverband Deutscher Dermatologen in Berlin. Linderung verschaffen fettfreie Gele und Lotionen aus der Apotheke: «Am besten stellt man sie vorher in den Kühlschrank, dann ist es noch angenehmer.» Auch feuchte Umschläge helfen. Wer mag, kann genauso ein kühles Bad in der Wanne oder einem schattigen Pool nehmen.


Erlaubt ist alles, was sich gut anfühlt: «Es soll einem nur nicht unangenehm kalt werden.» Brennt die Haut stark, rät er zu gängigen Schmerzmitteln mit Acetylsalicylsäure oder Ibuprofen. Bilden sich erst Blasen auf der Haut, kann der Arzt eine cortisonhaltige, entzündungshemmende Lotion verschreiben. Experten sprechen dann von einem Sonnenbrand zweiten Grades.


Diesen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein Sonnenbrand zweiten Grades kann Narben hinterlassen, unter Umständen treten auch Pigmentstörungen auf. «Der Sonnenbrand ab dieser Stärke gehört in ärztliche Behandlung», rät Hundgeburth. Sind die Verbrennungen abgeheilt, sollten Betroffene auf jeden Fall für eine Weile beim Sonnenbaden kürzertreten.


Schlimmer sind laut Hundgeburth aber die langfristigen Folgen: Von einem Mal zu viel Sonne bekomme niemand Hautkrebs - aber mit jedem Sonnenbrand wachse das Risiko, eines Tages zu erkranken. «Und das sind Schäden, die man nicht rückgängig machen kann.»



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