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Bolivien: Geschichte

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Bolivien Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Bolivien, ein im Westen Südamerikas gelegener Staat, gehörte in präkolumbischer Zeit seit dem 14. Jahrhundert zum Inkareich. Durch die Spanier unter Francisco Pizarro und Diego de Almagro bis 1538 erobert, wurde das Land dem Vizekönigreich Peru eingegliedert, ab 1776 schließlich dem Vizekönigreich Buenos Aires. Durch das immense Silbervorkommen um Potosí bildete die Kolonie eine der wichtigsten wirtschaftlichen Einnahmequellen der spanischen Eroberer. Gleichzeitig waren diese mit zunächst regional auftretenden Aufständen der indigenen Bevölkerung konfrontiert, insbesondere ab dem 18. Jahrhundert auch mit erbittertem Widerstand, so zum Beispiel in der bedeutendsten Indianererhebung unter Tupac Amaru 1780 /81. Das Bestreben nach Ablösung von der spanischen Kolonialmacht endete schließlich in der Erklärung der Unabhängigkeit im Jahre 1825 durch Simón Bolívar, der gleichzeitig die erste Präsidentschaft des Landes übernahm, aber bereits ein Jahr später ins Exil gehen musste. Die instabilen politischen Verhältnisse der Folgezeit zeigten sich zum einen im Auseinanderbrechen des peruanisch-bolivischen Bundes 1829, zum anderen durch den Verlust wichtiger Provinzen. So verlor das Land nach der Teilnahme am sogenannten Salpeterkrieg erst den Meereszugang mit der Küstenprovinz Antofagasta 1884 an Chile, später auch die reiche Provinz Acre an Brasilien. Darüber hinaus gingen im „Chaco-Krieg“ gegen Paraguay weite Teile des umstrittenen Gebietes verloren, zudem führte der Konflikt zur völligen Zerrüttung der Wirtschaft Boliviens. Die innenpolitisch angespannten Verhältnisse mündeten 1952 in der revolutionären Machtergreifung seitens der MNR (Movimiento Nacionalista Revolucionario) unter Víctor Paz Estenssoro, der fortan die Verstaatlichung von Bergbauunternehmen und eine Landreform vornahm, aber auch das allgemeine Wahlrecht einführte. Gegen diesen linksradikalen Kurs wandten sich die konservativen Kräfte der MNR, denen bis ins Jahr 1980 mehrere Putschversuche gelangen, unter anderem die Machtübernahme durch General Hugo Bánzer Suárez 1971. Nach mehreren Demokratisierungsversuchen wurde auf Basis von Wahlen aus dem Jahre 1980 die Regierungsgewalt 1982 an ein Parlament unter Hernán Siles Zuazo, ein Kandidat der gemäßigten Linken UDP (Uníon Democrata Popular), übertragen. Die Wahlen von 1985 gewann erneut der ehemalige Präsident Víctor Paz Estenssoro, dessen wirtschaftliche Sanierungsprogramme der Folgezeit allerdings wenig Erfolg zeigten. Seit Ende der 1980er trat dahingehend eine leichte Besserung der Verhältnisse ein, obgleich die Etablierung demokratischer Elemente, Reformen und die Kriminalitätsbekämpfung seither ebenfalls im Fokus der Politik standen. Durch ein Abkommen mit Peru über die Nutzung der Hafenstadt Ilo erfolgte 1992 ein Meeresanschluss Boliviens. Nach wechselnder Präsidentschaft wurde die MNR 2002 erneut zur stärksten Kraft im Parlament, Präsident Sánchez de Lozada musste aber nach gewalttätigen Ausschreitungen gegen die liberale Wirtschaftspolitik seinen Posten 2003 zugunsten des Vizepräsidenten Carlos Mesa räumen, dessen Amtszeit 2005 aufgrund erneuter Proteste endete. Im Dezember des gleichen Jahres wurde mit Evo Morales Ayma, ein Kandidat der MAS (Movimiento al Socialismo), erstmals ein Vertreter der indigenen Bevölkerung zum Präsidenten gewählt.

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