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Simbabwe: Geschichte

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Simbabwe Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Der Staat Simbabwe, gelegen im Süden des afrikanischen Kontinents, wurde bereits weit in vorchristlicher Zeit durch Stämme der Pygmäen (Khoisan) besiedelt, die als Jäger und Sammler auftraten. Es zeugen zwar einige archäologische Funde von diesen ersten Bewohnern Simbabwes, insgesamt ist die Frühgeschichte aber kaum erforscht. Fest steht, dass die Region Mitte des 1. Jahrtausends n.Chr. mehreren Einwanderungswellen von Bantu-Völkern wie Tonga und Shona unterlag, die von der Viehzucht und dem Ackerbau lebten. Etwa um 900 n.Chr etablierte sich bereits der Erzabbau; zudem wurde sich im Südwesten des heutigen Staatsgebietes die Stadt Simbabwe gegründet, deren Ruinen bei Masvingo heute als Nationaldenkmal gelten (ihre Wiederentdeckung fand erst 1871 statt). Dieses „Great Zimbabwe“ verfügte in seiner Blütezeit über weitreichende Handelsverbindungen in afrikanische Nachbarländer, vermutlich auch in die Küstenregionen – und bildete bis ins 17. Jahrhundert hinein das Zentrum des Reiches Monomotapa. Im Verlaufe des 15. Jahrhunderts konnten die Portugiesen über Mosambik ihre Handelsinteressen in der Region verstärken, womit die lokalen Reiche in Simbabwe allmählich an Einfluss verloren. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wanderte das Bantu-Volk der Ndebele ein, unterwarfen die einheimische Bevölkerung und begründeten das Reich Matabele, der in seinen territorialen Ausmaßen nahezu dem heutigen Simbabwe entsprach (Hauptstadt Bulawayo). Wenige Jahre später, nachdem David Livingstone weite Teile Südafrikas erforscht hatte, geriet das Land in den Fokus britischer Interessen: Der British South African Company unter Cecil Rodes (1853-1902) gelang es 1889, mit lokalen Machthabern Verträge über Hoheitsbefugnisse abzuschließen. Bald besetzten britische Siedler das Land; 1894 wurde Simbabwe dann, zu Ehren von Cecil Rodes, in Südrhodesien umbenannt (Der Fluss Sambesi bildete die Grenze zu Nordrhodesien, zum heutigen Staatsgebiet Sambias gehörend und ehemals auch in Besitz der British South African Company). Aufstände und Unruhen der einheimischen Bevölkerung gegen die Fremdherrschaft wurden in den folgenden Jahren teils blutig niedergeschlagen. Ab 1923 britische Kronkolonie mit innerer Selbstverwaltung, sicherten sich zunehmend weiße Siedler das ertragreiche Farmland; zudem wurde die einheimische Bevölkerung von einer politischen Partizipation weitgehend ausgeschlossen. Seit 1953 gehörte Südrhodesien zu einer Föderation mit Nordrhodesien und Nyassaland (das heutige Malawi). Während die beiden letztgenannten Staaten nach dem Zusammenbrechen des Bündnisses 1964 ihre Unabhängigkeit erhielten, verweigerte Großbritannien Südrhodesien zunächst den Schritt in die Souveränität (aufgrund der fehlender Beteiligung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit). 1965 erklärte die weiße Minderheitsregierung einseitig die Unabhängigkeit des Landes, was international keine Anerkennung fand und wirtschaftliche Sanktionen nach sich zog. Nach Ausrufung der Republik Südrhodesien 1970, noch immer nicht international anerkannt, verfiel das Land in einen jahrelangen Bürgerkrieg, geprägt von Guerillakämpfen gegen die weiße Minderheitsregierung. 1979 ließen sich die gegnerischen Parteien schließlich auf eine Waffenruhe ein und begannen mit der Aushandlung über eine neue Verfassung (Lancaster House-Verhandlungen in London). Auf Grundlage dieser wurden ein Jahr später Neuwahlen durchgeführt, aus denen Robert Gabriel Mugabe, der Führer der ZANU (Zimbabwe African National Union), zunächst als Ministerpräsident hervorging. 1980 erhielt das Land unter der Bezeichnung Simbabwe die vollständige staatliche Souveränität. Die Spannungen und Guerillaaktivitäten blieben fortan weiter bestehen; unter der Regierung Mugabes wurden Ende der 1980er Jahre Strafexpeditionen im Matabeleland durchgeführt, die zahlreiche zivile Opfer zur Folge hatten. Zwar scheiterte die Errichtung eines Einparteienstaates um das Jahr 1990, dafür beschloss man die eine weitreichende Landreform, die unter anderem die Enteignung des Grundbesitzes weißer Farmer vorsah. Besetzungen des entsprechenden Landes führten 2004 zu Gewalttaten und zur endgültigen Auswanderung der ehemaligen Grundbesitzer, maßgeblich begleitet durch einen Niedergang der gesamten Landwirtschaft. Mugabes Regime, das in den 1990er Jahren auch eine strikte Kampagne gegen Homosexuelle durchführte, stand mit zunehmender Zeit unter dem Verdacht der Korruption und Misswirtschaft, der Unterdrückung oppositioneller Bewegungen und Verschärfung der sozialen Spannungen (insbesondere durch die Zerstörung von Armensiedlungen in den großen Städten im Jahre 2005). Zuletzt geriet das Land unter immer stärkeren internationalen Druck, vor allem aufgrund der offenkundigen Menschenrechtsverletzungen des Regimes). Die Präsidentschafts- und Parlamentswahl 2008, die im Vorfeld dem Verdacht des massiven Wahlbetruges unterlagen, führten laut Opposition zu einem Sieg ihres Kandidaten Tsvangirai. Allerdings stellte die Wahlkommission einige Wochen später bekannt, dass sich weder Mugabe noch Tsvangirai durchsetzen konnte. Die erforderliche Stichwahl fand Ende Juni zwar statt, aber ohne den Kandidaten Tsvangirai. Nach massiven gewalttätigen Übergriffen und Einschüchterungen erklärte dieser, im Interesse seiner Wählerschaft von der Wahl zurücktreten zu wollen. Mugabe wurde somit, unter großem Protest der internationalen Gemeinschaft, erneut im Amt bestätigt. Seit Dezember 2008 ist aufgrund einer Cholera-Epidemie der nationale Notstand ausgerufen, zehntausende Einwohner befinden sich derzeit auf der Flucht in Richtung der südafrikanischen Grenze.

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