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Kongo, Demokratische Republik: Politik und Wirtschaft

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Kongo, Demokratische Republik Politik und Wirtschaft TravelingWorld.de 5 5

Die demokratische Republik Kongo wird seit Ende der 1970er Jahre als Präsidialrepublik geführt. Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist seit 2001 Joseph Kabila, der zuletzt in den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen des Jahres 2006 im Amt bestätigt wurde. Der Präsident verfügt über umfangreiche Vollmachten zu Regierungsführung (Ernennung der Minister und Gouverneure der Provinzen); eine einmalige Wiederwahl ist möglich. Auf Grundlage der Übergangsverfassung aus dem Jahre 2003 gibt es zudem ein Zweikammerparlament, bestehend einerseits aus einer Nationalversammlung, der insgesamt 500 direkt gewählte Repräsentanten angehören, andererseits einem Senat mit 108 ebenfalls direkt gewählten Mitgliedern. Im Jahre 2006 trat außerdem eine Verfassungsänderung hinzu, nach der schrittweise eine staatliche Ordnung auf Basis allgemeiner Menschen- und Bürgerrechte etc. etabliert werden soll. Von großer politischer Bedeutung sind die Regierungskoalition AMP (Alliance pour la Majorité Présidentielle) mit der PPRD (Parti du Peuple pour la Reconstruction et la Démocratie), sowie das Oppositionsbündnis UN (Union pour la Nation) mit der MLC ( Mouvement de Libération du Congo). Das zentralafrikanische Land ist Mitglied in den Vereinten Nationen, WTO, WHO, der Afrikanischen Union, G-77 und einer Vielzahl anderer internationaler Verbände und Organisationen. Verwaltet wird die Demokratische Republik Kongo über die Einteilung in elf Provinzen. Zukünftig soll eine Erweiterung auf 25 Provinzen nebst der Hauptstadt Kinshasa eingeführt werden. Die Bevölkerung des Landes umfasst hunderte unterschiedliche Volksgruppen, darunter Luba, Mongo, Hutu, Kongo, Lunda, aber auch Niloten, Europäer und Pygmäen. Das derzeitige Bevölkerungswachstum liegt bei schätzungsweise 3 %.

Die Demokratische Republik Kongo, deren Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2008 bei rund 10 Mrd. USD lag, gehört zu den ärmsten Staaten auf dem afrikanischen Kontinent. Der jahrzehntelange Bürgerkrieg hat eine wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung fast unmöglich gemacht. Heute hat der Staat mit strukturellen Problemen wie Armut, Arbeitslosigkeit und Auslandsverschuldung zu kämpfen, ist dringend auf internationale Hilfe angewiesen. Hinzu kommt eine äußerst fragile innenpolitische Lage, insbesondere durch die Rebellenaktivitäten in der Provinz Kivu. Korruption und Misswirtschaft hemmen ebenso wie ein undurchsichtiges Steuer- und Justizsystem, der aufgeblähte öffentliche Sektor und die mangelhafte Infrastruktur im Bildungs-, Gesundheits,- Energie- und Transportbereich. Dennoch gibt es kleinere Lichtblicke: Trotz einer hohen Inflations- und Teuerungsrate ist die Regierung um eine Verbesserung von Bildung, Gesundheit, sozialer Gerechtigkeit und Infrastruktur bemüht, sodass auch vermehrt internationale Investoren auf das zentralafrikanische Land aufmerksam werden. Großes Potential birgt einerseits der Tourismus, andererseits der Abbau von Rohstoffen, denn die Demokratische Republik Kongo verfügt über Vorkommen an Diamanten, Kupfer, Kobalt, Zinn, Mangan, Uran, Gold, Silber, Wolfram, Kohle und Zink. Zudem sind Erdölreserven vorhanden, aber noch nicht erschlossen. Für die Wirtschaft bedeutend ist vor allem der landwirtschaftliche Sektor, in dem über 70 % der Bevölkerung tätig sind. Meist für den Eigenbedarf, werden Mais, Reis, Obst, Tabak, Kakao, Tee, Palmöl und Bananen angebaut, für den Export auch Kaffee und Zuckerrohr. Eine Rolle spielen auch die Binnenfischerei und die Forstwirtschaft. Die Industrie ist mäßig entwickelt und konzentriert sich in den Ballungszentren auf die Verarbeitung land- und forstwirtschaftlicher Produkte sowie die Textilherstellung. Auch das Baugewerbe und der Telekommunikationsbereich sind von einiger Relevanz. Die Demokratische Republik Kongo exportiert neben Kaffee überwiegend Erdöl, Diamanten, Kupfer und Kobalt; der Import hingegen umfasst Maschinen, Nahrungsmittel und Fahrzeuge, aber auch chemische Produkte. Haupthandelspartner sind Belgien, Deutschland, Finnland, China, Brasilien, Südafrika, Nigeria und Kenia.

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