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Deutschland » Gesundheit auf Reisen

Vorsicht vor Maserninfektion im Urlaub

Impfbuch
Das Masernvirus breitet sich immer weiter in Europa aus - Reisemediziner raten daher, vor dem Urlaub den Impfschutz überprüfen zu lassen. (Bild: dpa)

Köln (dpa/tmn) - Reisende sollten die Gefahr einer Maserninfektion in den Sommerferien nicht unterschätzen. Das hoch ansteckende Virus breitet sich Medizinern zufolge weiter in Europa aus.


Neben der Schweiz, Österreich, Irland und England ist derzeit besonders Italien betroffen, warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Dort sind Behördenangaben zufolge seit Jahresbeginn mehr als 1500 vor allem junge Menschen erkrankt, weitere neue Fälle werden fast täglich aus der Lombardei und dem Piemont gemeldet. Wer in diese Gegenden reist, sollte laut BVKJ daher seinen Impfschutz überprüfen.


Besonders gefährdet seien Säuglinge, die noch nicht geimpft werden können. Bei ihnen könne eine Infektion schwere Spätfolgen haben. «Wer ein Baby dabei hat, sollte in den betroffenen Regionen deshalb größere Menschenansammlungen meiden», rät Wolfram Hartmann, Präsident des BVKJ. Gleiches gelte auch für ungeschützte Schwangere. Eine Maserninfektion in der Schwangerschaft könne zu Schädigungen des Ungeborenen führen, deshalb sollten sich auch Frauen mit Kinderwunsch gegen Masern impfen lassen.


Zu erkennen sind Masern meist an dem Ausschlag, der sich über den ganzen Körper ausbreiten kann. Hinzu kommen dem BVKJ zufolge häufig tränende, lichtempfindliche Augen. Für Komplikationen sorgen gelegentlich auch Lungen- oder Gehirnentzündungen, die gemeinsam mit den Masern auftreten können. Doch auch eine überstandene Masernerkrankung hat manchmal noch Monate oder Jahre später gravierende Folgen: Die laut Robert-Koch-Institut in Berlin sehr seltene SSPE (subakute sklerosierende Panenzephalitis) führt zu einer fortschreitenden Zerstörung des Gehirns und verläuft immer tödlich.



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