Deutschland » Gesundheit auf ReisenBei Reisen nach Italien auf Mückenschutz achten  Die Tigermücke hat sich auch in Italien breitgemacht - sie überträgt die Erreger des Dengue- und des Chikungunya-Fiebers auf den Menschen. (Bild: dpa) München (dpa/tmn) - Bei Reisen nach Italien gehört der Mückenschutz in den Sommermonaten aus Gesundheitsgründen immer mit ins Gepäck. Denn dort kommen viele durch Stechmücken übertragene Krankheiten vor, warnt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden.
So treten in ganz Italien die durch Sandmücken übertragenen Leishmaniosen auf, also Infektionen durch parasitäre Einzeller. Sie können zu chronischen Hautgeschwüren oder zu schwerwiegenden fieberhaften Erkrankungen führen, die auch innere Organe und das Knochenmark in Mitleidenschaft ziehen.
Durch dieselben Mücken wird vor allem in Mittelitalien aber auch in anderen Mittelmeerregionen das Toscana-Virus übertragen, das eine Hirn- oder Hirnhautentzündung auslöst. Seit einigen Jahren hat sich in Italien außerdem die asiatische Tigermücke Aedes albopictus ausgebreitet, die den Erreger des Dengue- und des Chikungunya-Fiebers auf den Menschen übertragen kann. Das Chikungunya-Fieber geht mit Gelenkschmerzen einher, verläuft aber zumeist gutartig. Todesfälle sind selten. Medikamente oder eine Impfung gibt es nicht. Bisher gab es Mitteleuropa aber nur lokale Epidemien, die von allein erloschen, da der Erreger den Winter nicht überstand.
Mediziner befürchten aber, dass durch den Klimawandel das Chikungunya-Fieber zunehmend auf dem europäischen Kontinent zum Problem werden kann. Erst vor kurzem sei die Tigermücke erstmals auch in Süddeutschland gesichtet worden, so der BDI.
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