Burgen und Weinbergen - Radfahren im Neckartal Vor allem das kurfürstliche Schloss, die Alte Brücke und die barocke Altstadt wollen die Heidelberg-Touristen sehen. (Bild: Heidelberg Tourismus/dpa/tmn) Von Julia Ranniko, dpa Mannheim (dpa/tmn) - Sandsteinfelsen sind zwischen den Bäumen zu sehen, im Tal fließt der Neckar in großen Schleifen. Überragt wird die Landschaft von Burgen und Schlössern.
Auf dem Neckartal-Radweg zwischen Mannheim und Heilbronn sind an warmen Tagen zahlreiche Radler unterwegs quer durch das nördliche Baden-Württemberg. Der beliebte Radfernwanderweg ist eingebettet in Wiesen, Wälder und Weinberge. Es gibt Kleinstädte mit Fachwerkbauten zu sehen und das romantische Heidelberg.
Die Tour beginnt in Mannheim, wo der Neckar in den Rhein mündet. Mit dem Zug ist die 325 000-Einwohner-Stadt gut zu erreichen. Abstecher lohnen sich zum Mannheimer Barockschloss, in dem die Universität ihren Sitz hat, und zum Friedrichsplatz mit dem Wasserturm. Er gilt als eine der größten Jugendstilanlagen Europas. Nördlich der Mannheimer Innenstadt fließt der Neckar, der die Radfahrer bis Heilbronn rund 130 Kilometer begleiten wird. Auch die Burgenstraße verläuft auf diesem Abschnitt parallel zum Neckar.
Eine asphaltierte Straße führt bis Heidelberg, zunächst direkt am Fluss entlang, später durch offenes Feld, mit Blick auf Odenwald und Königstuhl. Vor Heidelberg teilt sich die Strecke für kurze Zeit: Entweder geht es über eine Brücke direkt nach Ladenburg oder - auf der rechten Seite des Flusses - bis Edingen-Neckarhausen. Dort kann mit einer Fähre nach Ladenburg übergesetzt werden.
Beim Radeln durch Ladenburg geht es in die mittelalterliche Innenstadt, vorbei am Marktplatz mit seinen Fachwerkhäusern. Kurze Zeit später ist Heidelberg erreicht. Das kurfürstliche Schloss, die Alte Brücke, die barocke Altstadt - die Sehenswürdigkeiten locken jedes Jahr Millionen Touristen an den Neckar. Nach wenigen Kilometern entlang einer Bundesstraße geht der Weg idyllisch weiter, über Neckargemünd und die Vierburgenstadt Neckarsteinach. Schattige Feldwege führen am Neckar entlang nach Hirschhorn in Südhessen mit seiner Burg, kurz darauf folgt Eberbach mit seinen stattlichen Fachwerkhäusern und dem Alten Rathaus. Die Burg Zwingenberg, einer der besterhaltenen Adelssitze des Neckartals, steht auf steilen Felsen am linken Neckar-Ufer. Doch um nach Zwingenberg zu kommen, muss man die Fähre nehmen. Bei Hochwasser fährt das Schiff nicht und macht einen Umweg über die Berge nötig - oder über die Bundesstraße am anderen Ufer.
Bei Neckargerach geht es wieder über den Neckar - diesmal problemlos über eine Brücke - und auf einem asphaltierten Radweg entlang grüner Wiesen nach Obrigheim. Dort stört ein inzwischen stillgelegter Atommeiler das Naturidyll. Das seit 1968 arbeitende Atomkraftwerk wurde im Mai 2005 abgeschaltet.
Letzte Station der Tour ist Heilbronn. Dort teilen sich Radweg und Burgenstraße. Jetzt kann man wählen: Der insgesamt rund 375 Kilometer lange Neckartal-Radweg geht weiter zum Neckarursprung bei Villingen-Schwenningen, am Rande der Schwäbischen Alb. Und die Deutsche Burgenstraße führt weiter bis nach Nürnberg.
Informationen: Tourist-Information Mannheim, Willy-Brandt-Platz 3, 68161 Mannheim, Telefon: 0621/10 10 11; Tourist-Information Heilbronn, Kaiserstraße 17, 74072 Heilbronn, Telefon: 07131/56 22 70
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