Neuer Schneefall legt Frankfurter Flughafen lahmFrankfurt/Main (dpa) - Erste Entwarnung für Autofahrer, neue Probleme für Flugreisende: In der Nacht zum Dienstag (21. Dezember) gab es fast keine Verkehrsunfälle. Es sah nach Entspannung aus. Doch dann stürzte neuer Schneefall den Frankfurter Flughafen wieder ins Chaos.
Die Menschen in Deutschland scheinen sich nach den ersten Tagen im Kälte-Chaos auf die Lage eingestellt zu haben. In der Nacht zum Dienstag blieb es überall auf den Straßen der Republik so ruhig, dass selbst die Polizei überrascht war. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa am frühen Dienstagmorgen bei den größten Polizeidienststellen im Land. Andererseits zeigte sich am Frankfurter Flughafen, dass in diesen Tagen nichts sicher ist: Obwohl es dort früh am Morgen geheißen hatte, dass sich alles normalisieren werde, wendete unerwarteter Schneefall das Blatt binnen kurzer Zeit.
Nach einer anfangs ruhigen Nacht zwangen die Flocken das wichtigste deutsche Luftdrehkreuz zum Stillstand. Von 5.00 Uhr an waren weder Starts noch Landungen möglich, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte. Anders als zunächst angenommen müsse daher auch am Dienstag «mit erheblichen Verzögerungen und Flugausfällen» gerechnet werden. Gegen 2.00 Uhr hatte bei freien Pisten alles noch auf eine Entspannung der Lage hingedeutet. «Wir haben nicht mehr damit gerechnet, weil wir vom Wetterdienst andere Vorhersagen hatten», sagte Fraport-Sprecher Uwe Witzel.
Die Lufthansa rief ihre Passagiere erneut dazu auf, nach Möglichkeit auf andere Verkehrsmittel umzusteigen. «Wir gehen davon aus, dass es heute wieder zu sehr massiven Behinderungen kommt», sagte ein Sprecher am Morgen. Langstreckenflüge müssten auf andere Flughäfen umgeleitet werden. Das bringe den Flugplan durcheinander.
Bei der Deutschen Bahn gab es am Morgen keine gravierenden Störungen. Bis auf «einzelne Ausrutscher» sei der Bahnverkehr stabil mit witterungsbedingten kleineren Verspätungen, sagte ein Sprecher in Frankfurt. Ob und wie sich die Situation am Frankfurter Flughafen auf den Schienenverkehr auswirken würde, konnte er zunächst nicht einschätzen.
Zuvor hatte die Bahn eine Besserung der über das Wochenende chaotischen Situation versporchen. Der für den Personenverkehr zuständige Bahn-Manager Ulrich Homburg kündigte in der «Bild»-Zeitung an, dass der Weihnachtsreiseverkehr laufen werde: «Wir werden alle verfügbaren Züge fahren und sicherstellen, dass die Hauptreiserouten im Fernverkehr mit der nötigen Kapazität befahren werden. Auf den Nebenstrecken wird unsere Regionalzug- und Busflotte dafür sorgen, dass möglichst jeder sein Reiseziel zu Weihnachten erreicht.»
Außerdem bat Homburg um Nachsicht für die massiven Verspätungen vieler Züge. Die Fahrgäste müssten die Anstrengungen der Tausenden Bahn-Mitarbeiter im Kampf gegen die winterlichen Behinderungen auch honorieren. Sie leisteten «trotz der extrem widrigen Umstände immer noch Unglaubliches», zitiert das Blatt den Manager. So räumten beispielsweise aktuell 10 000 Menschen bei der Bahn den Schnee.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach kündigte am Dienstag an, dass es im Laufe des Tages in ganz Süddeutschland tauen werde. Im Norden hingegen bleibe es kalt. Mit Schneefall sei bis Mittwoch vor allem in Nordhessen und Nordrhein-Westfalen zu rechnen, er werde sich aber in Grenzen halten. Gefahr drohe eher mit Glatteisregen. «Dies betrifft wahrscheinlich vor allem die mittleren und südwestlichen Teile Deutschlands», hieß es in einer ersten Prognose des DWD.
- Das Fraport Communication Center des Flughafen Frankfurt am Main erreichen Kunden unter 0180/ 53724636 (für 14 Cent pro Minute; Mobilfunkpreise max. 42 Cent pro Minute). Im Internet sind die Flugpläne unter «frankfurt-airport.de» abzurufen.
- Bahnreisende informieren sich unter der kostenlosen Telefonnummer 08000/ 99 66 33 oder im Internet unter «bahn.de/aktuell».
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