Eis, Schnee und Kälte: Tipps für Pendler und ReisendeBerlin (dpa) - Deutschland ist zugeschneit. Straßen waren vielerorts unpassierbar. Auf den Schienen ging oft nichts voran. In München und Frankfurt wurden Flüge gestrichen. Worauf Autofahrer achten müssen und wo gestrandete Bahn- und Flugreisende Hilfe finden, ein Überblick:
Autofahrer sollten an die neu eingeführte Winterreifenpflicht denken. Wer bei Schnee und Matsch mit Sommerreifen unterwegs ist, wird zur Kasse gebeten. Als Winterreifen gelten solche, die unter diesem Namen verkauft werden, ebenso wie Allwetterreifen mit dem M+S-Symbol. Sie müssen eine Profiltiefe von mindestens 1,6 Millimetern haben. 40 Euro sind vom Fahrer zu zahlen, wenn die Polizei ihn bei Winterwetter mit Sommerreifen erwischt. 80 Euro kostet es, wenn dadurch auch der Verkehr behindert wird.
Auch auf den Schleuderschutz ESP sollten sich Autofahrer nicht 100-prozentig verlassen. Dieser mache das Fahren im Winter zwar sicherer, schützt aber nicht in jedem Fall, sagte Hubert Paulus vom ADAC-Technikzentrum in Landsberg. Wer trotz vorsichtiger Fahrt ins Rutschen gerät, sollte auskuppeln und schnell, aber gefühlvoll gegenlenken. In vielen Teilen des Landes herrscht weiterhin Verkehrschaos auf den Straßen. Querstehende LKW sorgten für dichte Autobahnen. Vielerorts kam es zu glättebedingten Unfällen.
Der Deutschen Bahn haben Schnee und Eis wieder einmal kräftig zugesetzt: Der Konzern hat für Kunden eine kostenlose Service-Nummer eingerichtet, unter der rund um die Uhr Informationen zur aktuellen Verkehrslage zu erfragen sind (Telefon: 08000/ 99 66 33). Außerdem können sich Bahnreisende im Internet unter «bahn.de/aktuell» informieren. Hunderte von Bahnreisenden haben wegen der starken Schneefälle die Nacht zum Donnerstag (2. Dezember) auf dem Frankfurter Hauptbahnhof verbringen müssen. Auf dem Leipziger Hauptbahnhof kamen die Züge seit Mittwochabend gar nicht mehr oder mit extremen Verspätungen an.
Die europäischen Flughäfen wurden ebenfalls vom Wintereinbruch überrascht: Vor allem Flugreisende von und nach London müssen weiterhin mit Problemen rechnen, erklärt eine Sprecherin des Flughafen Frankfurts. Ansonsten gebe es in Frankfurt am Main momentan keine wetterbedingten Annullierungen. Der Flughafen München meldet für heute wieder freie Startbahnen. «Es kommt noch zu etwa 70 Flugannullierungen, das sind aber die Nachwehen von gestern», erklärt der Sprecher des Flughafen München, Florian Steuer. Flugpassagiere sollten aber bei Verspätungen wegen Eis und Schnee auf Ausgleichszahlungen bestehen. Rechtsanwalt Paul Degott aus Hannover rät, sich nicht vorschnell von den Fluggesellschaften mit dem Hinweis auf höhere Gewalt abspeisen zu lassen. An den Flughäfen Frankfurt am Main und München hatten die Schneewinde am Mittwoch wieder zu Flugausfällen geführt.
- Bahnreisende informieren sich unter der kostenlosen Telefonnummer 08000/ 99 66 33 oder im Internet unter «bahn.de/aktuell». - Das Fraport Communication Center des Flughafen Frankfurt am Main erreichen Kunden unter 0180/ 53724636 (für 14 Cent pro Minute; Mobilfunkpreise max. 42 Cent pro Minute). Im Internet sind die Flugpläne unter «frankfurt-airport.de» abzurufen.
- Die Hauptinformation München Airport Center, Ebene 03, ist 24 Stunden besetzt und erteilt unter der Rufnummer 089/ 975 00 Auskünfte über aktuelle Ankünfte und Abflüge, Anschlussflüge oder die An- und Abreise zum Flughafen. E-Mail: info@munich-airport.de und Internet: «munich-airport.de».
- Flugreisende in Berlin erreichen die Flughafeninformation unter 0180/ 5000186 (für 14 Cent pro Minute; Mobilfunkpreise max. 42 Cent pro Minute). Weitere Auskünfte unter: «berlin-airport.de»
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