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Eichstätt in Bayern feiert 1100-jähriges Bestehen

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Der Willibald-Brunnen erinnert an den Heiligen, der als katholischer Missionar aus England in die Region kam. (Bild: Tourist Information Eichstätt/dpa/tmn)

Von Bernd F. Meier, dpa

Eichstätt (dpa/tmn) - Die Eichstätter feiern in diesem Jahr das 1100-jährige Bestehen ihrer Stadt. Im Naturpark Altmühltal gelegen verbreiten mittelalterliche Kirchen und Paläste, Plätze und Gassen italienisches Flair im Freistaat.


Die alte Bischofs-, Bildungs- und Beamtenstadt lohnt besonders in diesem Jahr einen Besuch. Und ganz stilecht kann man in der katholischsten Gemeinde Bayerns auch übernachten - im Gästehaus eines Klosters. Der Weg hinauf zum Frauenberg, gut 100 Meter über der Flussschleife der Altmühl, ist steil. An der Marienkapelle beginnt die neue Attraktion von Eichstätt zum Stadtjubiläum - der Kunst- und Skulpturenweg.


Acht Monate Kunst am Frauenberg ist das Motto des ungewöhnlichen Weges mit seinen 19 Plastiken und Installationen, die von Bildhauern, Kunstpädagogen, Keramikerinnen und Silberschmieden geschaffen wurden und die Geschichte der Bischofsstadt zum Thema haben. Der Eichstätter Bildhauer Raphael Graf schuf gleich zwei der großformatigen Objekte, die bis Ende Oktober 2008 auf dem Bergrücken stehen und eine Brücke zwischen Kunst und Natur bauen sollen.


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Auch der Kreuzgang kann sich sehen lassen - vom Residenzplatz sind es nur ein paar Schritte zum gotischen Dom. (Bild: Tourist Information Eichstätt/dpa/tmn)

Eichstätt wurde am 5. Februar 908 durch König Ludwig IV. das Recht verliehen, Märkte abzuhalten, Münzen zu prägen, Zölle zu erheben und die kleine Siedlung gegen feindliche Angreifer zu befestigen. Dieses Datum gilt seitdem als die Stadtgründung. «Eichstätt ist eine kleine Stadt mit bedeutenden Bauwerken. Kirchen, Palais und die Plätze in der Altstadt sind ein wahres Eldorado für jeden Architekturstudenten», sagt die Kunsthistorikerin Claudia Grund, die Besucher beim Gang durch die engen Gassen der Altstadt auf eine Zeitreise in die Vergangenheit mitnimmt.


Heute hat Eichstätt, das nur rund 20 Kilometer vom geografischen Mittelpunkt des Freistaates Bayern entfernt liegt, gerade 14 000 Einwohner und ist mit ihrer katholischen Hochschule und rund 4000 Studenten die kleinste Universitätsstadt Europas. Auf nur rund 500 Metern entlang des Altmühl-Flusses ist das historische Zentrum über die Jahrhunderte entstanden. «Wir sind zwar überschaubar, aber nicht provinziell», sagt Claudia Grund.


Dafür sorgen schon die palaisartigen Bauten, die italienische Architekten im 18. Jahrhundert für die regierenden Fürstbischöfe errichteten. Höhepunkt eines jeden Stadtrundgangs mit Claudia Grund ist denn auch der Residenzplatz. Hier reihen sich prachtvolle Barockfassaden des italienischen Planers Gabriel de Gabrieli aus dem 18. Jahrhundert im Halbrund um das ehemalige fürstbischöfliche Palais. Zwei Springbrunnen sorgen an heißen Sommertagen für angenehme Frische. Wasserspeiende Putten sitzen auf dem Beckenrand.


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Der Burggarten «Hortus Eystettenis» beherbergt zahlreiche Blumen- und Pflanzenarten aus der Frühen Neuzeit. (Bild: Tourist Information Eichstätt/dpa/tmn)

Das alles wird überragt von der 21 Meter hohen Mariensäule mit dem goldenen Standbild der Muttergottes, die der italienische Baumeister Mauritio Pedetti 1776 und 1777 schuf. «Bei diesem Platz mit dem italienischen Flair fällt einem natürlich sofort die römische Piazza Navona mit ihren beiden Brunnen ein», sagt Claudia Grund.


Vom Residenzplatz sind es nur ein paar Schritte zum Dom. Die ab 1256 erbaute gotische Hallenkirche mit ihren beiden mächtigen Glockentürmen ist die Grabstätte des heiligen Willibald, der als katholischer Missionar aus England in die Region kam und erster Oberhirte des Bistums Eichstätt wurde. Bedeutendste Kirche neben dem Dom ist am Rand der Altstadt die prachtvoll ausgestattete barocke Pfarrkirche St. Walburg des Benediktinerinnenklosters mit dem Grab der heiligen Walburga.


Abstecher führen auf den Altmühltal-Panoramaweg, der zu Deutschlands besten Wanderwegen, den «Toptrails», zählt. Auf einer 15 Kilometer langen Rundtour, der «Eichstätter Schlaufe 14», entdeckt man zu Fuß die ruhige Natur um die alte Bischofsstadt. Blumenfreunde zieht es zur Willibaldsburg über Eichstätt: Der Burggarten «Hortus Eystettenis», im 17. Jahrhundert angelegt von Fürstbischof Konrad von Gemmingen, beherbergt zahlreiche Blumen- und Pflanzenarten aus damaliger Zeit.


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Auf der 21 Meter hohen Mariensäule ist das goldene Standbild der Muttergottes zu sehen. (Bild: Tourist Information Eichstätt/dpa/tmn)

Stilvoll nächtigen die Besucher Eichstätts in einer ganz besonderen Herberge: Das Gästehaus der Benediktinerinnenabtei St. Walburg bietet den Reisenden 19 geräumige Zimmer. Anders als in Hotels gibt es hier weder Fernseher, Radio, Telefon und Minibar - dafür aber jede Menge Ruhe.


Informationen: Tourist-Information, Domplatz 8, 85072 Eichstätt, Telefon: 08421/600 14 00; Naturpark Altmühltal, Notre Dame 1, 85072 Eichstätt, Telefon: 08421/987 60

INFO: Viele Sonderführungen im Jubiläumsjahr

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Die Putten haben die Barockfassaden am Residenzplatz gut im Blick - Baumeister war der Italiener Gabriel de Gabrieli. (Bild: Meier/dpa/tmn)

Kunst und Kultur begegnen den Besuchern in Eichstätt auf Schritt und Tritt. Bei besonderen Stadtspaziergängen können Gäste am 20. Juli auch das Spannungsfeld zwischen den historischen Gebäuden und den modernen Bauten der Universität erkunden. Herausragendes Beispiel ist die futuristisch anmutende gläserne Zentralbibliothek der Hochschule. «Innenansichten - Versteckte Schätze in historischen Gebäuden» heißen am 28. September Rundgänge durch die eleganten Salons der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz mit dem Treppenhaus von Mauritio Pedetti.


Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist das historische Festwochenende vom 13. bis 15. Juni mit dem Festzug am Sonntag, bei dem Gruppen und Vereine aus der Stadt in farbenprächtigen Szenen bedeutende Ereignisse der Geschichte erneut zum Leben erwecken. Und am 22. Juni und 21. September erzählt die Kunsthistorikerin Claudia Grund als «Frau Pedetti» über das Leben und Treiben im Eichstätt des 18. Jahrhundert. Bei einer Kostümführung unterhält sie die Gäste mit Geschichte und Geschichten.



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