Spritmangel in Griechenland: Kein Mietwagen-StornoMünchen (dpa/tmn) - Mietwagenkunden in Griechenland haben wegen der dortigen Kraftstoffknappheit keinen Anspruch auf eine Stornierung des Vertrags. Ein Streik der Tank- und Lastwagenfahrer hat zu akutem Spritmangel an den Tankstellen geführt.
«Das ist höhere Gewalt, da gibt es keinen Rechtsanspruch», erklärt ADAC-Sprecher Maximilian Maurer. Verhandlungsgespräche könnten sich aber lohnen. Griechenland-Reisenden rät Maurer, im Gespräch mit dem Vermieter vor Ort eine Lösung zu suchen. Zumindest von den großen Anbietern sei eine gewisse Kulanz erwartbar. Bestenfalls könnten Verträge aufgehoben werden - vor Fahrtantritt oder danach.
Auf Kulanz der Anbieter können Mietwagenkunden auch hoffen, wenn sie ihren Wagen nicht wie vereinbart vollgetankt wieder abgeben können, weil kein Kraftstoff verfügbar ist. Kommt ein Auto fast leer zurück, kassieren viele Verleiher laut Maurer normalerweise «unattraktiv hohe» Vorauszahlungen fürs nachträgliche Tanken.
«Unter den besonderen Umständen kann man darüber aber sicher mit dem Anbieter reden und faire Konditionen aushandeln», sagt der ADAC-Sprecher. Reservekraftstoff im Auto mitzuführen oder gefüllte Spritkanister ins Land zu bringen, verbietet das griechische Gesetz strikt. «Es könnte zwar gut sein, dass die Polizei momentan bei Kontrollen ein Auge zudrückt, wenn jemand Reservesprit an Bord hat», spekuliert Maurer, betont aber: «Griechenland-Urlaubern und auch Transitreisenden rate ich dringend davon ab.»
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