Deutschland » Gesundheit auf ReisenVor Kreuzfahrt impfen lassenHamburg (dpa/tmn) - Urlauber sollten vor einer Kreuzfahrt ihren Impfschutz auffrischen. Immer wieder komme es an Bord zu Ausbrüchen von Grippe- und Durchfallerkrankungen.
Das sagte Clara Schlaich, Leiterin des hafenärztlichen Dienstes in Hamburg, auf der Konferenz für Reisemedizin «Northern European Conference on Travel Medicine» (NECTM, 26. bis 29. Mai) in der Hansestadt. Selbst Schiffe mit höchstem Standard seien davor nicht gefeit.
Das liege zum einen daran, dass sich wie in Altersheimen oder Kindergärten viele Menschen auf engem Platz aufhalten, so dass sich Viren schnell verbreiten können. Zum anderen bevorzugten ältere und kranke Menschen Kreuzfahrten, weil ein Schiffsarzt an Bord ist. Aus dem gleichen Grund gingen Familien mit Kindern gerne an Bord - und achteten dabei nicht immer auf einen vollständigen Impfschutz ihres Nachwuchses. So könnten sich etwa Windpocken schnell ausbreiten.
Auch auf Hygiene kommt es an. Passagiere sollten sich an Bord regelmäßig die Hände waschen und am Büfett sowie bei Landgängen vorsichtig beim Essen und Trinken sein. «Und bei den ersten Symptomen sollten Sie sofort zum Schiffsarzt gehen», empfahl Schlaich. Wer an Bord geht, obwohl er krank ist, riskiert mehr als nur ein paar Tage Quarantäne in seiner Kabine. Muss das Schiff seinetwegen die Route ändern, hafte er dafür.
Um Epidemien an Bord zu verhindern, verlangen seit dem Auftreten der Schweinegrippe viele Reedereien von ihren Fahrgästen, vor der Fahrt einen Fragebogen auszufüllen. Zeigt ein Passagier Symptome von Erkältung, werde er vom Schiffsarzt untersucht. Im Ernstfall könne ihm die Mitreise verweigert werden. Wer vor kurzem eine ansteckende Krankheit hatte, lässt sich deshalb besser vor der Fahrt von seinem Arzt beraten.
«Grundsätzlich sind Kreuzfahrten aber eine sehr sichere Art des Reisens», sagte Schlaich. Das Risiko einer Ansteckung sei nicht größer als in Clubhotels oder zu Hause in der U-Bahn. Gut gemanagte Schiffe hätten erfahrene Ärzte und eine umfangreiche medizinische Ausrüstung an Bord. Schwarze Schafe mit mangelhafter medizinischer Versorgung seien besonders unter Anbietern von Flusskreuzfahrten zu finden.
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