Deutschland » Gesundheit auf ReisenDer Organspendeausweis sollte mit auf ReisenHamburg (dpa/tmn) - Bei einer Reise ins Ausland sollte der Organspendeausweis nicht zu Hause bleiben. Mit ihm lässt sich auch ein Widerspruch gegen Organspenden dokumentieren.
Denn in vielen Ländern gelte nicht das gleiche Recht wie in Deutschland, erläutert die Techniker Krankenkasse in Hamburg. In Österreich, Italien, Spanien und Portugal beispielsweise gelte die sogenannte Widerspruchsregelung: Wer einer Organspende nicht schriftlich widersprochen hat, könne dort deshalb im Todesfall unter Umständen zum Organspender werden.
Laut der Krankenkasse gehen die Ärzte bei Todesfällen von Ausländern sehr sensibel vor. Im Zweifel werde eher auf eine Transplantation verzichtet. Sicherer sei es aber, sich klar zu entscheiden - für oder gegen eine Organspende - und das in einem Spendeausweis zu dokumentieren. In Deutschland gelte - wie in Dänemark oder Griechenland - eine «Zustimmungslösung». Zum Organspender werde nur, wer dem aktiv zugestimmt hat.
Im Idealfall haben Reisende im Ausland eine Ausfertigung in englischer oder der jeweiligen Landessprache dabei. Auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es Organspendeausweise kostenlos in deutscher und türkischer Sprache zum Download.
Links- Kostenloser Download Organspendeausweis (über Infomaterialien zu Organspende): www.bzga.de
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rcr am 26.02.2014
Hallo! Ich kann das leider so nicht stehen lassen, denn die Information die hier gegeben werden, sind so nicht richtig!
ACHTUNG! Der Organspendeausweis schützt Sie 100% nur innerhalb Deutschland. Außerhalb sieht es völlig anders aus. In Österreich und Frankreich gibt es z.B. ein Widerspruchsregister, in das Sie sich eintragen lassen müssen - da hilft der Organspendeausweis wenig!
Auch die Empfehlung, den Ausweis auf Englisch mitzuführen, ist unzureichend. Man kann nicht davon ausgehen, dass jede Krankenschwester oder diensthabende Arzt in jedem Ort der Welt Englisch versteht, noch dazu wenn unter Zeitdruck gearbeitet werden muss. Denn bei Organspendeverfahren muss es schnell gehen. Also ist unbedingt anzuraten, jeden Widerspruch immer in Landessprache mitzuführen!
Desweiteren, in jedem Land der Welt herrschen völlig unterschiedliche Widerspruchsbedingungen. So gibt es eben Länder mit einem Register, doch nicht überall können sich auch als Ausländer eintragen lassen.
Dann gibt es Länder, in denen exakte Formvorschriften zum Einreichen eines Widerspruches eingehalten werden müssen usw. usw. Dies ist alles bewusst kompliziert gestaltet worden.
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, dann lesen Sie dazu die Informationen von orgaNOs Global Protection Initiative unter: organosprotection.com
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