Deutschland » Gesundheit auf ReisenForscher: Reisethrombosen sind sehr seltenKöln (dpa/tmn) - Die Gefahr einer sogenannten Reisethrombose während eines langen Flugs ist offenbar weitaus geringer als bislang angenommen. Das geht aus einer Studie des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln hervor.
Gesunde Reisende müssen sich demnach besonders wenig Sorgen machen: Nur etwa 2 bis 5 von 10 000 Menschen entwickeln demnach nach einem Langstreckenflug von mehr als 6 bis 8 Stunden eine tiefe Venenthrombose mit Symptomen. Das entspricht einem Anteil von höchstens 0,05 Prozent.
Auch bei erhöhtem Risiko, etwa bei ausgeprägten Krampfadern oder großem Übergewicht, ist die Wahrscheinlichkeit laut IQWiG nicht sonderlich hoch. Nur 20 von 10 000 Fluggästen seien betroffen (0,2 Prozent). Die Gefahr einer Reisethrombose während Langstreckenflügen werde daher häufig überschätzt. Bei Flügen, die kürzer als vier bis sechs Stunden sind, gebe es keine überzeugenden Nachweise für ein erhöhtes Risiko. Für seine Einschätzungen hat das Institut eigenen Angaben zufolge Forschungsergebnisse zu tiefen Venenthrombosen und Flugreisen zusammengefasst, die die Erfahrungen von Millionen Passagieren umfassen.
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