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Urwald in Deutschland - Wandern durch den Hainich

Ranger
Der Ranger weiß, wo's langgeht: Helge Graßhoff kennt den Hainich Nationalpark wie seine Westentasche und erklärt Besuchern Flora und Fauna. (Bild: Appel/dpa/tmn)

Von Sven Appel, dpa

Craula (dpa/tmn) - Sonntag morgens um 6.00 Uhr - es ist kalt und noch nicht richtig hell. Am Mühlstein im thüringenschen Örtchen Craula lassen ein paar junge Leute die Partynacht ausklingen.


Ein Pick-Up-Geländewagen fährt heran, stoppt, und ein Mann mittleren Alters steigt aus. Das Emblem auf seiner Strickjacke weist ihn als Ranger aus. Mit Helge Graßhoff geht es in den Hainich Nationalpark.


Der Hainich ist ein bewaldeter Höhenrücken im Nordwesten Thüringens. Mit einer Gesamtfläche von etwa 16 000 Hektar ist er das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Erst einmal geht es zum Craulaer Kreuz - Start und Endpunkt des gleichnamigen Wanderwegs. Normalerweise ist hier für Autos Schluss. Ranger Graßhoff hat jedoch einen Schlüssel für die Schranke, die Unbefugten mit Fahrzeug den Zugang verwehrt. Hinter der Barriere ruckelt der Wagen durch das unwegsame Gelände. Plötzlich steht ein Reh im Scheinwerferlicht, das aber so schnell verschwindet, wie es aufgetaucht ist.


Hainich Nationalpark
Der Baumkronenpfad ist eine der Hauptattraktionen im Hainich Nationalpark - auf eine Höhe von mehr als 20 Metern geht es bequem mit dem Fahrstuhl. (Bild: Appel/dpa/tmn)

Auf einer Lichtung werden der Wagen geparkt, dicke Jacken angezogen und die Rucksäcke geschultert. Mit der Taschenlampe geht es zu Fuß weiter. Es sind nur ein paar Minuten bis zur Aussichtsplattform. Langsam setzt die Dämmerung ein. Noch behindert Bodennebel den klaren Blick auf die Lichtung, eine Schneise auf dem ehemaligen Schießplatz, der nun mehr und mehr zum Urwald wird. Hier darf die Natur wieder Natur sein: Auf einer Fläche von rund 5000 Hektar steht im Nationalpark nutzungsfreie Laubwaldfläche.


Oft sei von hier aus Wild zu beobachten, erzählt Graßhoff. Tatsächlich tritt plötzlich, vielleicht 200 Meter vom Beobachtungspunkt entfernt, ein Reh mit seinem Kitz auf die Lichtung und knabbert hier und da an den Ästen. Hin und wieder schaut die Mutter auf, um sich zu vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Nach 20 Minuten verschwinden die beiden.


Nun geht es auf eine Wanderung durch den Hainich. Hier auf dem Gelände des ehemaligen Schießplatzes ist der Baumbestand oft noch jung - die Äste und Zweige hängen tief in die Schleichwege hinein. Der Ranger weist auf eine Stelle am Wegesrand, an der das Gras etwas platt gedrückt ist, genauso wie auf der anderen Seite des Pfades: «Hier kommt das Wild durch.» Ein paar Meter ist ein großes Matschloch zu sehen. «Wildschweine», sagt der Ranger kurz und knapp.


Baumkronenpfad
Der Baumkronenpfad führt in luftiger Höhe auf einer Länge von 308 Metern durch die Baumwipfel. (Bild: Thüringen Tourismus/Thomas Stefan/dpa/tmn)

Typisch für den Hainich sind viele kleine Schluchten. Hier und da liegen vom letzten großen Sturm gefällte Bäume am Boden. Rund 50 verschiedene Baumarten gibt es: Dazu zählen Rotbuche, Eiche, Esche, Lerche und die seltene Elsbeere.


Dann ist ein kräftiges Knacken zu hören. Doch im Gehölz ist nur noch ein großer fliehender Schatten ausfindig zu machen - ein Hirsch gibt Fersengeld. Wildspuren sind allgegenwärtig. Graßhoff weist auf einen Baum hin - auf dem Boden davor liegen faulende Holzstücke. «Da oben in dem Loch hat sehr wahrscheinlich ein Waschbär gehaust.» Auch die gibt es im Hainich also. Ebenso wie Waldfledermäuse oder viele Spechtarten vom Bunt- bis zum Grünspecht.


Wer den Wald in einer Höhe erleben möchte, in der sonst nur Vögel oder Insekten unterwegs sind, erklimmt den an der Thiemsburg gelegenen Baumkronenpfad: Er führt den Besucher in luftiger Höhe auf einer Länge von 308 Metern durch den Lebensraum Wald. Gefährlich ist das Ganze nicht - der Pfad ist breit und mit Geländern gut gesichert. Auch muss der Besucher kein Klettermaxe sein: Hoch geht es per Fahrstuhl.


Karte
Östlich der Werra und nicht weit von Gotha und Eisenach: Der Nationalpark Hainich ist ein Stück Urwald mitten in Deutschland. (Bild: Hauschildt/dpa/tmn)

Informationen: Nationalpark Hainich, Bei der Marktkirche 9, 99947 Bad Langensalza, Telefon: 03603/390 70

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