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Estland: Geschichte

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Estland Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Die Besiedlung des nordosteuropäischen Staates erfolgte durch finnisch-ugrische Stämme, die seit etwa 3000 v.Chr im Ostseegebiet von Landwirtschaft und Fischfang lebten. Im 13. Jahrhundert geriet der gesamte baltische Raum unter dänische Herrschaft, nachdem König Waldemar II. beim heutigen Tallinn den entscheidenden Sieg über die Esten erreichen konnte. Mit Unterstützung des deutschen Schwertbruderordens wurde zudem die Christianisierung des Landes vorgenommen. Nach Gründung der Stadt Reval (Tallinn) und Etablierung Estlands im Verbund der Hanse, verkaufte Waldemar IV. die dänischen Anteile im Jahre 1346 an den sogenannten Deutschen Orden, ein besonders im baltischen Raum aktiver Ritterorden, infolge dessen sich im Laufe der folgenden Jahre über die Einteilung in fünf geistliche Territorien ein fester Staatenbund bildete. Durch die Herrschaftsübernahme der Schweden im 16. Jahrhundert wurde dann zum einen die Blütezeit der wichtigsten Hansestädte, zu denen auch Reval zählte, beendet, zum anderen die bisherige territoriale Aufteilung aufgehoben. Allerdings konnte der russische Einfluss, geltend gemacht durch Zar Ivan IV. während des „Livländischen Krieges“, damit erfolgreich zurückgedrängt werden. Bis ins 18. Jahrhundert bestimmten nun die schwedischen Machthaber das politische Geschehen Estlands. Erst im Zuge des Nordischen Krieges gelang es dem Zaren Peter I., große Teile des baltischen Raumes zu erobern, sodass mit dem sogenannten Frieden von Nystad im Jahre 1721 eine Eingliederung des Landes in das russische Reich erfolgte, was insbesondere im 19. Jahrhundert zur Übernahme der russischen Sprache, Gerichtsverfassung und weiteren Elementen führte. Während des 1. Weltkrieges einerseits von deutschen Truppen besetzt, formierte sich andererseits ein estnischer Nationalrat, der schließlich 1918 die unabhängige Republik ausrief. Russland erkannte diese Entwicklung im Zuge des Friedensvertrages von Dorpat weitere zwei Jahre später endgültig an. Trotz großer innenpolitischer Instabilität konnte in den folgenden Jahrzehnten ein demokratischer Staat geschaffen werden, der die Autonomie von Minderheiten ebenso garantierte wie auch dem Parlament weitreichende Kompetenzen zugestand. Während des 2. Weltkrieges durch den Nichtangriffspakt zwischen Hitler und Stalin zunächst den Sowjets und deren Verfolgungen gegen die estnische Bevölkerung überlassen, besetzten von 1941 bis 1944 auch deutsche Truppen das Gebiet: Zwangsumsiedlungen, Ausbeutungen und weitere Deportationen, insbesondere der jüdischen Einwohner, folgten. Nach dem Abzug der deutschen Truppen und Wiederbesetzung durch russische Verbände führten ethnische Säuberungen erneut zu hohen Bevölkerungsverlusten. Erst in den 1980er Jahren des 20. Jahrhunderts formierte sich innerhalb des Landes breiter Widerstand gegen die sowjetische Herrschaft: Nach dem Sieg der Unabhängigkeitsbewegung „Volksfront“ wurde 1991 zum einen erneut eine Republik Estland ausgerufen, zum anderen erfolgte auf Basis eines Referendums der Bevölkerung die Erklärung der vollständigen Souveränität. Nach Anerkennung dieser Entwicklung durch die Sowjetunion nahm das Land diplomatische Kontakte mit europäischen Ländern, unter anderem auch der Bundesrepublik Deutschland, wieder auf. Zudem trat es den Vereinten Nationen, dem Europarat und seit 2004 auch der Europäischen Union bei.

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