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Paraguay: Geschichte

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Paraguay Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Der südamerikanische Binnenstaat Paraguay wurde bereits weit in vorchristlicher Zeit durch unterschiedlichste indianische Stämme bevölkert, deren Vorfahren ursprünglich aus Nordostasien eingewandert waren. Die halbnomadisch lebenden Guaraní-Indianer betrieben in der Region überwiegend Ackerbau, betätigten sich aber auch als Jäger und Sammler. Um das Jahr 1525 setzte schließlich die Kolonialzeit des Landes ein. Nachdem die Spanier Paraguay teilweise erforscht und bereits 1537 Asunción, ein wichtiges Zentrum der Kolonisationsbemühungen, gründeten (heute eine der ältesten Städte in Südamerika), wurde Paraguay 1543 dem Vizekönigreich Peru angegliedert. Bereits Ende des 16. Jahrhundert konnte der Jesuitenorden seinen Einfluss in der Region deutlich ausbauen: In den folgenden Jahrzehnten entstanden wirtschaftlich starke Missionsstationen (Reduktionen), aus denen schließlich ein eigenständiger Jesuitenstaat entstand. Mitte des 18. Jahrhunderts, nach dem Verbot des Jesuitenordens in Südamerika, verfielen die Reduktionen allmählich. Ab 1776 gehörte Paraguay zum Vizekönigreich Río de la Plata, das von Buenos Aires aus verwaltet wurde und Teile Argentiniens, Boliviens und Uruguays umfasste. Im Jahre 1811 erklärte Paraguay seine Unabhängigkeit von der spanischen Kolonialmacht (zwei Jahre später von Spanien anerkannt): Unter dem Diktator José Gaspar Rodríguez de Francia wandte sich der südamerikanische Staat in den folgenden Jahrzehnten in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht von den Nachbarländern ab. Erst unter seinen Nachfolgern begann die schrittweise Öffnung des Landes: Der infrastrukturelle Ausbau, die Anwerbung von ausländischen Fachkräften und die starke militärische Aufstockung machten Paraguay bald zu einem erstzunehmenden Machtfaktor der Region, zumal auch wirtschaftlicher Wohlstand Einzug hielt. Pläne, das Staatsterritorium zu erweitern und einen Zugang des Binnenstaates zum Meer zu erhalten, sollten durch militärische Aktionen gegen Brasilien, Uruguay und Argentinien durchgesetzt werden. Nach jahrelangen Kampfhandlungen wurde der Krieg mit einer empfindlichen Niederlage Paraguays 1870 beendet. Das Land hatte nicht nur große Teile der eigenen Bevölkerung verloren, sondern war vor allem wirtschaftlich komplett ruiniert; innenpolitisch folgte eine Phase großer Instabilität, gekennzeichnet durch rasche Politikwechsel, Diktaturen und Putschversuche, sowie bürgerkriegsähnliche Aufstände und Unruhen in der Bevölkerung. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts, maßgeblich unter den Präsidenten Eduardo Schaerer und Eligio Ayala, konnte eine langfristige Stabilisierung Paraguays erreicht werden. In den 1930er Jahren sah sich der südamerikanische Staat einer erneuten militärischen Herausforderung gegenüber: Das Nachbarland Bolivien erhob Ansprüche auf die Region Chaco, eine Region im Norden Paraguays (mit angeblich reichen Ölvorkommen). Die Kampfhandlungen zwischen beiden Ländern führten erneut zu zehntausenden Toten und Verletzten; erst der Friedensvertrag von Buenos Aires sprach 1938 den größten Teil der Region Paraguay zu. Das Militär blieb auch nach dem Ende der Kampfhandlungen der bestimmende Machtfaktor im Land. Schließlich führte ein Putsch im Jahre 1954 Alfredo Stroessner zur Präsidentschaft, der auf Grundlage einer formal demokratischen Verfassung mit diktatorischer Härte, unter anderem durch Menschenrechtsverletzungen und die Unterdrückung oppositioneller Kräfte, regierte. Nach einem blutigen Putsch konnte Stroessner erst 1989 gestürzt und ausgewiesen werden, die Präsidentschaft übernahm Andrés Rodríguez. Erste Schritte in Richtung Demokratisierung wurden in der Folge eingeleitet, 1993 fanden zunächst Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Innenpolitische und große wirtschaftliche Schwierigkeiten führten aber vor allem Ende der 1990er Jahre zu erneuten Unruhen innerhalb der Bevölkerung. Auch in der jüngsten Vergangenheit blieben die Legislaturperioden der einzelnen Präsidenten Korruptionsvorwürfen und Putschversuchen unterworfen.

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Paraguay
von travpa am 10.11.2011 10:46

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