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Armenien » Reiseberichte

Armenien - Christliche Enklave im Kaukasus

Von Ulf Mauder, dpa

Geghard (dpa/tmn) - Vor 1700 Jahren hat Armenien als erstes Land das Christentum zur Staatsreligion erklärt. Spuren dieser Tradition finden Kulturreisende im Südkaukasus bis heute. Die leidgeprüfte Ex-Sowjetrepublik bietet aber mehr: Kolossale Berge, reißende Flüsse und eine würzige Küche.


Wie eine getarnte Festung liegt das Kloster Geghard in der Landschaft: Die Wände des mittelalterlichen Kirchenensembles sind zum Teil aus den schartigen Felswänden gehauen und in den Grau- und Ockertönen der Landschaft gehalten. Seit dem Jahr 2000 gehört Geghard zum Weltkulturerbe der Unesco. Kulturreisende finden hier in der berauschenden Bergwelt des Südkaukasus ein Zeugnis der Blütezeit armenischer Kirchenbaukunst.


Im Innern der großen Kreuzkuppelkirche dauert es einen Moment, bis sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen. In den düsteren Raum fällt nur durch ein Loch in der Kuppel ein Strahl Licht. Besucher zünden an den grauen Wänden, die teils Fels, teils gemauert sind, Kerzen aus Bienenwachs an. Doch nichts hellt die düstere Stimmung des Steins auf. Nichts soll die Gläubigen hier ablenken: keine Heiligenbilder, keine Bänke, keine Reliquien. Nur Reliefs mit geometrischen Mustern und ausgefallenen Sonnensymbolen sowie Risse von vergangenen Erdbeben zeichnen die Gemäuer.


Die Armenier sind wieder stolz auf ihren Glauben, nachdem sie jahrzehntelang in der Sowjetunion drangsaliert wurden. Es war Armenien, das vor gut 1700 Jahren als erstes Land das Christentum zur Staatsreligion erhob.


Jeder in der Gegend weiß, dass das armenische Wort Geghard an die «Heilige Lanze» erinnert, mit der die Römer den gekreuzigten Jesus in den Leib gestochen haben sollen. Der Legende nach brachte der Apostel Thaddäus den Speer einst nach Armenien, wo er heute im Klostermuseum Etschmiadsin aufbewahrt wird. Die Schätze und Heiligtümer dieser Kirche werden auch am Sitz des Katholikos in Eriwan verehrt, den die christlichen Armenier dem römischen Papst gleichstellen.


Die Fremdenführerin Nelly Pilipossjan lenkt die Aufmerksamkeit der Reisenden auf die in Stein gehauenen Ornamente in der Kirche von Geghard: Löwen, ein Adler mit einem Lamm in den Fängen, Wesen, halb Vogel, halb Mensch, die Seelen in den Himmel tragen und immer wieder orientalische Muster, die armenische Bildhauer einer anderen Religion entliehen: dem Islam.


Armenien ist mit 30 000 Quadratkilometern etwa so groß wie Belgien. Das christliche Land ist umgeben von islamisch geprägten Staaten. Die Kriege der Vergangenheit waren auch religiös bedingt, sie belasten bis heute die Beziehungen zu den Nachbarn Aserbaidschan und Türkei. Die Grenzen sind geschlossen.


Die drei Millionen Armenier hoffen deshalb auf mehr Einkünfte durch den Tourismus. «Wir müssen vor allem etwas an unseren Preisen tun - die Flüge sind für viele Reisende aus dem Westen einfach zu teuer», meint der Tourismusexperte Araik Vardanjan von der armenischen Industrie- und Handelskammer. Zwar eilt den Armeniern der Ruf entwaffnender Gastfreundlichkeit voraus. Doch das allein reiche nicht aus.


Bisher reisen vor allem ältere Menschen nach Armenien, die sich für die Geschichte des Christentums interessieren. Sie unternehmen Tages- oder Halbtagestouren von der Hauptstadt Eriwan aus. Von Geghard, das 40 Kilometer von Eriwan entfernt ist, führt ein Wanderweg gut fünf Kilometer durch eine tiefe Schlucht nach Garni. Auf einem Felsvorsprung liegt ein Sonnentempel mit einer römischen Badehausanlage samt Mosaiken. Von hier oben tut sich einer der famosen Ausblicke Armeniens auf: über das vulkanisch steinige Land mit Basaltsäulen, tiefen Schluchten und reißenden Bergflüssen.


Armenien Information, Nalbandyan Poghots 3, Eriwan, Armenien, Telefon: +374/1542303, E-Mail: info@armeniainfo.am


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