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Ukraine: Geschichte

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Ukraine Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Im 9. Jahrhundert n. Chr. entstand am mittleren Dnjepr – einem ehemaligen Kerngebiet ostslawischer Stämme – das Kiewer Reich, was als „Kiewer Rus“ bekannt ist. Nach dessen Zerfall im 12. Jahrhundert bildeten sich mehrere Fürstentümer, von denen vor allem Galitsch-Wolhynien bekannt ist. In den Jahren 1239/1240 gerieten die Fürstentümer unter die Herrschaft der Goldenen Horde.
Im 14. Jahrhundert musste die Ukraine erhebliche Gebietsverluste hinnehmen. Galizien (Galitsch) und ein Teil West-Wolhyniens gingen an Polen und an Litauen fielen Podolien, Kiew und ein Teil Wolhyniens.
Durch die Lubliner Union im Jahr 1569 kam die Ukraine weitgehend unter polnische Herrschaft. Die Hauptlast des Widerstandes gegen die Polen trugen die Saporoger Kosaken, die unter Hetman S.B.M. Chmelnizki im Jahr 1648 einen eigenständigen Staat mit den Namen „Hetmanstaat“ bildeten. Bereits 6 Jahre später stellte sich der Staat unter den Schutz des russischen Zaren. Im darauf folgenden polnisch-russischen Krieg (1654-1667) verlor Polen alle ukrainischen Gebiete östlich des Dnjepr.
Während des nordischen Krieges von 1700 bis 1721 versuchte der Kosakenhetman I.S. Masepa im Jahr 1709 vergeblich, die Ukraine mit schwedischer Hilfe von Russland zu lösen.
Nachdem die Unabhängigkeit der Kosaken beseitigt wurde, fielen während der polnischen Teilungen zwischen 1772 und 1795 die ukrainischen Gebiete westlich des Dnjepr und Wolhynien an Russland und Österreich bekam Galizien und die Bukowina.
Die folgende Russifizierungspolitik Russlands dauerte bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts, was u.a. zu einem Druckverbot ukrainischer Bücher in den Jahren 1863 bis 1905 führte. Allerdings wurde in den ukrainischen Gebieten Österreich’s die ukrainische Sprache als Gegenpol zum Polentum gefördert.
Die nach der russischen Februarrevolution 1917 gebildete bürgerliche Zentralrada rief im Januar 1918 eigenständig die Unabhängigkeit der Ukraine aus und schloß einen Monat später einen Separatfrieden mit den Mittelmächten. Allerdings stand diese Regierung im Machtkampf mit der im Dezember 1917 in der Stadt Charkow konstituierten Regierung, so dass die Ukraine zum damaligen Zeitpunkt zwei Führungen gleichzeitig hatte.


Nach dem Einmarsch deutscher und österreich/ungarischer Truppen 1918 wurde kurzzeitig der kosakische Hetmannstaat wieder gegründet, dem allerdings bereits ein paar Monate später das ententefreundliche Direktorium unter S.W. Petljura folgte. Im Frühjahr 1919 zogen die Bolschewisten in der Ukraine ein und riefen die Ukrainische SSR aus.
Im Frieden von Riga zwei Jahre später musste das kurzzeitig sowjetische Galizien wieder Polen überlassen werden.
Im Jahr 1934 wurde die ukrainische Hauptstadt von Charkow nach Kiew verlegt. Während der 30-er Jahre kam es zu einer schweren Hungersnot, die ca. 4-6 Millionen Opfer forderte und die stalinistischen Säuberungen (= Beseitigung der politischen, militärischen und wirtschaftlichen Elite) erreichten in den Jahren 1937 / 1938 ihren Höhepunkt.
Im Jahre 1939 – nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges – wurde die Westukraine mit der Ukraine vereinigt und während des Krieges war das Land seit 1941 eines der Hauptkampfgebiete. Neben dem größten Teil der ukrainischen Juden, die dem Holocaust zum Opfer fielen, erlitt das Land bis Anfang 1944 erhebliche menschliche Verluste und schwerwiegende Zerstörungen im Land. Nach einigen Gebietsabtretungen an Deutschland und Polen stand die Ukraine als „Reichskommissariat Ukraine“ unter deutscher Zivilverwaltung.
Nach dem Krieg war die Ukraine 1945 Gründungsmitglied der UNO und nach einer Umsiedlung von 500.000 Ukrainern aus Polen kam es 1946/47 zu einer Hungersnot mit tausenden von Opfern. Bis 1951 wurde die ukrainische Landwirtschaft zwangskollektiviert, wurden Ukrainer nach Sibirien deportiert und wurden Russen angesiedelt. Die Halbinsel Krim wurde 1954 ukrainisches Gebiet.
Seit den 50-er Jahren wechselten sich in der Ukraine liberal geprägte Politik und nationalistisch geprägte Politik mit Russifizierung ab. Später entwickelte sich mit kirchlicher Unterstützung eine Oppostionsbewegung, die allerdings am Anfang noch keinen Erfolg hatte.
Nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl 1986 kam es wegen der Verschleierung des Unfalls zur Kritik an den sowjetischen Behörden und zur Entwicklung eines ökologischen Bewusstseins in der Ukraine, was zur Gründung einer ökologischen Partei führte.
Seit Ende der 80-er Jahre verstärkten sich die Unabhängigkeitsbestrebungen in der Ukraine, was am 16. Juni 1990 zur Souveränität des Landes innerhalb der UdSSR und am 24. August 1991 zur vollständigen Unabhängigkeit. Im gleichen Monat gründete die Ukraine zusammen mit Weißrussland und Russland die GUS (= Gemeinschaft unabhängiger Sowjetrepubliken).
In den Folgejahren kamen die wirtschaftlichen Reformen nur schleppend voran. Zum Teil stießen sie sogar auf Ablehnung in der Bevölkerung. Bis zum heutigen Tag treten von Zeit zu Zeit im Land politische Krisen auf, die zu kurzzeitigen Instabilitäten führen. Ernsthaften Schaden hat das Land, welches in den westlichen Bündnissen wie die EU integriert sein möchte, davon nicht genommen.

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