Reisepartner  Reisepartner finden: Sie sind noch nicht für unsere neue kostenlose Community angemeldet! Hier klicken, um sich kostenlos anzumelden »

Reisepartner finden bei TravelingWorldTravelingWorld:   Home | Impressum |
Login | Reisepartner | Tour | Registrieren |
 
 

Anzeige 
 
Startseite                   
Reise-Community
 
 

Somalia: Geschichte

Bewertung:
Somalia Geschichte TravelingWorld.de 5 5

Auf der Somali-Halbinsel in Nordostafrika gelegen, war Somalia vermutlich bereits lange vor seiner Entdeckung durch die Ägypter und Araber um 300 v.Chr besiedelt. Diese nutzten die Region aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage am Roten Meer vor allem zum Handeln. Im 8. Jahrhundert n.Chr. ließen sich zudem arabisch-islamische Händler zunächst in der Küstenregion nieder, später folgten ganze Stadtstaaten, die ihre Macht aus dem Handel mit Kaffee, Gold und Sklaven zogen. Als erste Europäer brachten die Portugiesen im 16. Jahrhundert Teile der ostafrikanischen Küste in ihre Gewalt, verloren diese aber bis zum 18. Jahrhundert an die islamische Herrschaft. Nach zeitweiliger Einflussnahme der Ägypter und Araber teilten schließlich die europäischen Kolonialmächte das Gebiet im 19. Jahrhundert in fünf administrative Einheiten auf. Die westliche und zentrale Nordküste wurde 1887 als Britisch-Somaliland zum englischen Protektorat erklärt, 1889 die Küste des Indischen Ozeans dem Protektorat Italienisch-Somaliland zugeordnet und der Ausgang des Roten Meeres 1896 als Französisch-Somaliland definiert. Darüber hinaus eroberte der äthiopische Kaiser Menelik II. weite Teile der inneren Somalihalbinsel und etablierte 1891 das Ogadengebiet, daneben bildete sich mit dem Grenzgebiet zu Kenia eine weitere unter britischer Herrschaft stehende Region. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit von kolonialer Fremdherrschaft schlossen sich 1960 Britisch-Somaliland und Italienisch-Somaliland zur Republik Somalia zusammen. Französisch-Somaliland wurde erst 1977 als Djibouti unabhängig. Mit General Mohammed Siad Barre, 1969 durch einen Militärputsch an die Macht gekommen, bildete sich ein sozialistisch orientierter Einparteienstaat aus, unter anderem manifestiert durch einen Freundschaftsvertrag mit der UDSSR im Jahre 1974 und die Ausrufung einer sozialistischen Republik 1976. Allerdings führten territoriale Ansprüche Somalias zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Kenia und Äthiopien, die ab 1978 den Widerstand gegen das autoritäre System entfachten. Zudem geriet Somalia durch Grenzkonflikte mit den Nachbarländern, Flüchtlingsströme und Naturkatastrophen an den Rand des wirtschaftlichen Ruins, weshalb 1987 der nationale Notstand ausgerufen wurde. Die Aufstandsbewegungen mündeten schließlich 1990 in Mogadischu im offenen Kampf der Oppositionsparteien gegen die Armee und der Entmachtung Siad Barres im Jahre 1991. Unter dem neuen Staatspräsidenten Ali Mahdi Mohammed erklärte der ehemals britisch besetzte Landesteil als Republik Somaliland seine bis heute nicht anerkannte Unabhängigkeit. Aufgrund des andauernden Bürgerkriegs und einer verheerenden Hungerkatastrophe im Jahre 1992 verhängte der UN-Sicherheitsrat zunächst ein Waffenembargo, später wurde die Entsendung einer multinationalen Streitmacht, auch unter Beteilung der deutschen Bundeswehr, beschlossen, um die Verteilung von Hilfsgütern und Entwaffnung der Bürgerkriegsparteien durchzusetzen, sowie beim Wiederaufbau Hilfe zu leisten. Nach bewaffneten Übergriffen auf Blauhelm-Soldaten und einer gescheiterten Aussöhnung der rivalisierenden Parteien zogen bis 1995 allerdings alle UN-Truppen aus Somalia ab. Bis zur Arta-Konferenz im Jahre 1999, auf der die Wahl eines Übergangspräsidenten und einer Übergangsregierung beschlossen wurde, herrschte ein innenpolitisches Chaos vor, da neben dem Bürgerkrieg erneut Naturkatastrophen die Lage verschärften. Doch wurde die neu gebildete Regierung auch nach ihrem Amtsantritt im Jahre 2000 durch die Clan-Chefs einzelner Provinzen bekämpft. Auf Betreiben der ostafrikanischen Staaten konnte in Kenia 2004, vorausgegangen war bereits ein Versuch der Einigung im Jahre 2002, eine neue Übergangsregierung mit einer Verfassung und einem Parlament gebildet werden, aus der Abdullahi Yussuf Ahmed als Übergangs-Staatspräsident und Ali Mohamed Gedi als Übergangs-Premierminister hervorgingen. Von fast allen Parteien anerkannt, boykottierten nur die Vertreter der Republik Somaliland die Einigung. Seit 2006 fanden Kämpfe zwischen islamischen Milizen und der von verschiedenen Clans getragenen „Allianz für die Wiederherstellung des Friedens und gegen Terrorismus“ statt, wobei erstere durch eine äthiopisch-somalische Allianz weitesgehend vertrieben werden konnten. 2007 konnte der somalische Präsident Abdullahi Yussuf Ahmed erstmals nach Mogadischu zurückkehren. Nach dem Abzug äthiopischer Truppen trafen 2007 zudem Truppen der Afrikanischen Union ein, die auf Basis eines erneuten UN-Mandats die Stabilisierung des Landes voranbringen sollen.

Weiter lesen ...


 
  

Reiseführer Somalia

  Kontinent: Afrika  
Hauptstadt: Mogadischu
Einwohner: 12.000.000
Fläche: 637.657 km²

Informieren ...

Community ...

 

 

 
   
 

Anzeige Reisepartner