«Routemaster» in London kehren zurück Die alten «Routemaster»-Doppeldeckerbusse sind aus London nicht wegzudenken. (Bild: dpa) Von Julia Häglsperger, dpa London (dpa) - Noch zehn Originale der alten «Routemaster»-Doppeldecker gondeln durch London. Nach einer Fahrt ist klar: Nicht nur die Passagiere sind begeistert, auch das Personal liebt das rote Traditionsgefährt. Bald soll eine neue Generation zum Einsatz kommen.
Es ist kalt an diesem Vormittag in London. Der Wind bläst eisig durch den Bus. Den Fahrgästen scheint das jedoch nichts auszumachen. Sie sitzen schließlich in uriger Atmosphäre. Ein original «Routemaster»-Doppeldecker kutschiert sie durch die britische Metropole.
Die alten Busse sind fahrende Nostalgie. Die Sitzpolster sind rot-gelb-grün kariert. Über eine schmale Wendeltreppe gelangen Fahrgäste zu den oberen Sitzreihen. Das bekannteste Detail der traditionellen Fahrzeuge ist aber die offene Plattform am Heck. Sie ermöglicht es Passagieren, während der Fahrt auf- und abzuspringen ohne auf den nächsten Halt zu warten.
Außerdem gehört zu jedem «Routemaster» traditionell ein Schaffner, der die Fahrkarten kontrolliert. Auf der Linie 15 ist das an diesem Tag der 20-jährige Rory Bryson-Clark. Gerade kündigt er laut an: «Die nächste Station ist 'Monument'!». Denn Lautsprecher oder einen Monitor gibt es in den Bussen freilich nicht.
An den Endstationen muss der junge Mann zudem per Hand die Außenanzeige wechseln, damit Passagiere erkennen können, wohin der Bus fährt. «Das ist schon ein wenig prähistorisch», sagt er, «aber das ist es wert».
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