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Mexiko » Reisetipps

Industriegeschichte: Das Museum Chopo

Das Museum Chopo
Das Museum Chopo ist ein bedeutendes Denkmal der Industriegeschichte. Die Halle wurde 1902 für eine Ausstellung in Düsseldorf gebaut, gleich anschließend aber nach Mexiko verfrachtet. (Bild: Smets/dpa/tmn)

Von Franz Smets, dpa

Mexiko-Stadt (dpa/tmn) - Mexiko-Stadt hat eine neue Attraktion, die für deutsche Besucher interessant ist: Das Museum Chopo. Das Gebäude, eine einzigartige Stahlfachwerk-Konstruktion, wurde vor 100 Jahren aus Deutschland nach Mexiko gebracht.


Das Viertel Santa María la Ribera liegt nur wenige Meter nördlich des historischen Zentrums von Mexiko-Stadt. Es ist eine lebhafte «Colonia» mit Schulen, der Universität «Valle de México», Geschäften, Kirchen. Doch im Zentrum überragt das imposante Gebäude des «Museo del Chopo» seine Umgebung. Mit zwei filigranen Stahltürmen und seinem basilikaartigen Haupt- und Querschiff ist es zum Wahrzeichen des Stadtviertels geworden.


Das altertümliche, aber elegante Gebäude ist eine Konstruktion aus Eisen und Stahl, aus Glas und leichten Ziegelsteinen. Es ist ein bedeutendes Denkmal der Industrie- und Architekturgeschichte - und es hat einen weiten Weg hinter sich: Gebaut wurde es vor mehr als 100 Jahren in Deutschland.


Eduardo Olbés
Der Bildhauer Eduardo Olbés stellt im Museum Chopo derzeit Kunstwerke zum Thema Rauschgiftkriminalität aus. (Bild: Smets/dpa/tmn)

Im Jahr 1902 ließ die Oberhausener Gutehoffnungshütte nach Plänen des damaligen Stararchitekten Bruno Möhring eine Ausstellungshalle für die große Kunst- und Gewerbeausstellung in Düsseldorf errichten. Die Stahlhalle verfügte über vier Türme und war reich mit Jugendstilelementen verziert.


Doch gleich nach der Ausstellung wurde die Halle auseinandergeschraubt. Der kleinere Flügel fuhr den Rhein hinauf nach Köln, wo er - stark heruntergekommen - erst vor kurzem vom Kölner Denkmalpfleger Walter Buschmann auf dem Industriegelände der Klöckner-Humboldt-Deutz-Werke wiederentdeckt wurde. Der weitaus größte Teil der Anlage wurde schon 1903 nach Mexiko verfrachtet. In der Halle führte Mexiko zunächst seine Errungenschaften vor, 100 Jahre nach der Unabhängigkeit.


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Das Museum Chopo


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