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Italien: Sehenswürdigkeiten Ischia

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Italien Sehenswürdigkeiten Ischia TravelingWorld.de 5 5

Ischia ist die größte, im Golf von Neapel gelegene Insel. Sie ist 46 kqm groß und ihre Küstenlänge beträgt 34 km. Sie liegt rund 15 km westlich des italienischen Festlandes. Bereits vor mehreren 10.000 Jahren entstand die Insel vulkanischen Ursprungs, die ihr einen immensen Artenreichtum bescherte und Landwirtschaft bis in die höchstgelegenen Regionen möglich macht. Gerade im dicht bewachsenen Norden gedeihen Weinreben, Tomaten, Datteln, Granatäpfel und Zitronen bestens und haben Ischia den Beinamen „Weininsel“ eingebracht. Von Neapel und Pozzuoli verkehren täglich Fähren nach Ischia, deren Überfahrt zum im Nordosten gelegenen Porto Ischia ca. 90 min dauert. Porto Ischia beheimatet nicht nur den größten Hafen der Insel, sondern ist zugleich ihr Wirtschaftsmittelpunkt. Von hier aus sieht man schon das Castello Aragonese, das zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Ischias gehört. Die alte Festung, die auf einer kleinen Trachytinsel thront, ist durch eine 200 m lange Steinbrücke mit dem Festland verbunden. Die erste Festung wurde hier bereits über 450 Jahre v. Chr. errichtet, die im Laufe der Zeit häufig die Bewohner wechselte, bis die Römer schließlich die Kolonie Aenaria gründeten. Die ursprüngliche Burg wurde zur Verteidigungsanlage um- und ausgebaut und sollte ihren Bewohnern Schutz bieten. Ihre heutigen Grundmauern verdankt die Burg den Aragonesen. Bislang war die Burg nur über eine schmale Stufen vom Wasser aus zu erreichen, deren Überbleibsel noch heute erkennbar sind. So wurde die Festung erstmals mit einer Holzbrücke mit der Hauptinsel verbunden, die später durch eine Steinbrücke ersetzt wurde. Ihre Hochzeit erlebte die Burg Ende des 16. Jahrhunderts: knapp 2000 Familien, ein Kloster und eine Abtei, ein Bischofssitz und die königlichen Gemächer sowie Räumlichkeiten für Hofstaat und Dienerschaft und die Residenz des Fürsten waren hier neben 13 Kirchen, davon eine Kathedrale, untergebracht. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Burg von Kanonen britischer Truppen, die unter französischen Befehl standen, nahezu völlig zerstört. Nach einem Wiederaufbau unter König Ferdinand I. von Sizilien wurde die Burg in ein Gefängnis umgewandelt, für Häftlinge, die zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt wurden. 1860 wurde das Gefängnis schließlich aufgelöst und das Areal Besuchern zugänglich gemacht, bis es gut einhundert Jahre erstmals eine Kunstausstellung beherbergen durfte. Besonders sehenswert ist die Chiesa dell’Immacolata, deren großes Kuppeldach die Burg beherrscht sowie der Convento delle Clarisse. In der aus dem 16. Jahrhundert stammenden unterirdischen Gruft finden sich auf Steinbänken die Leichname der damals sitzend bestatteten und inzwischen natürlich mumifizierten Nonnen. Von dem in der Bucht gelegenen Spiaggia di Cartaromana hat man einen wunderbaren Blick auf das Castello Aragonese. Der Strand mit dem sehr feinen Sand und dem kristallklaren Wasser bietet in Kombination mit den schwarzen Felsen eine atemberaubende Kulisse. Man erreicht den Strand zu Fuß oder mit dem Boot ab Ischia Porto. Erfrischung bietet das Wasser in den Sommermonaten jedoch nicht: da hier der Meeresvulkanismus noch aktiv ist, sorgen die daraus resultierenden heißen Quellen dafür, dass man selbst bei weniger hohen Lufttemperaturen baden und relaxen kann. Noch mehr Thermalbäder findet man in der kleinen Gemeinde Casamicciola Terme. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Casamicciola von einem schweren Erdbeben heimgesucht, das viele Todesopfer forderte. Dieses Unglück konnte den kleinen Fischerort auf seinem Weg zum Kurort jedoch nicht aufhalten: Behandlung mit Thermalwasser, Fango, Wellness und Beauty stehen hier ganz hoch im Kurs und erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Wer hoch hinaus möchte, sollte den Monte Epomeo besteigen. Der 787 m hohe Berg ist die höchste Erhebung Ischias und bietet demjenigen, der es bis zur Spitze schafft, einen atemberaubenden Ausblick über den Golf von Neapel. Wer nicht selbst laufen möchte, muss leider unten bleiben. Die Maultiere, die früher einmal die fußfaulen Besucher auf den Berg getragen haben, wurden inzwischen abgeschafft.

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